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11. Januar 2013 Bürgerschaftsfraktion

HSH Nordbank: „Gut, dass Kopper endlich geht“

In einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz hat heute Finanzsenator Tschentscher den Rücktritt des HSH-Aufsichtsratsvorsitzenden Hilmar Kopper bekannt gegeben. Als Nachfolger haben sich die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein auf Thomas Mirow geeinigt. „Nach dem katastrophalen Scheitern Koppers ist das ein Schritt in die richtige Richtung“, kommentiert Norbert Hackbusch, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Das seit einiger Zeit völlig intransparente Gebaren der HSH Nordbank konnte so einfach nicht weitergehen. Die Eigentümer Hamburg und Schleswig-Holstein müssen endlich mehr Verantwortung übernehmen. Es ist gut, das Kopper endlich zum Abgang bewegt worden ist.

Hackbusch kritisierte unter anderem, dass unter Kopper die Eigentümer zuletzt nicht in wesentliche Personalentscheidungen einbezogen worden waren. Auch dass Quartalsberichte auf Flyer-Format geschrumpft  und ohne Risikobericht und Wirtschaftsprüfer-Testat herausgegeben wurden, sei „nicht hinnehmbar gewesen“, erklärt Hackbusch. „Auch auf meine jüngste Schriftliche Kleine Anfrage von vergangener Woche hat die Bank praktisch keinerlei inhaltliche Auskunft gegeben.

Mit Thomas Mirow komme offensichtlich eine Persönlichkeit als neuer Chefkontrolleur in die HSH Nordbank, die in der schwierigen Situation der Bank auch die Eigentümerinteressen vertrete, so der Finanzexperte. „Wichtig ist auch, dass nicht wieder einfach jemand aus dem Dunstkreis der Deutschen Bank hervorgezaubert wurde“, betont Hackbusch. Zugleich kündigte er an, mögliche Interessenkonflikte durch Mirows Arbeit im HSH-Aufsichtsrat und seine Arbeit für die Reederei Laeisz  untersuchen zu wollen.