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1. April 2015 Bürgerschaftsfraktion

HSH Nordbank: Ein Gewinn, der keiner ist

HSH Nordbank Eingang Gerhardt–Hauptmann–Platz

Unter der Überschrift „HSH Nordbank mit Jahresgewinn 2014 – starkes Neugeschäft und Kostendisziplin“ hat die HSH Nordbank heute ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht. Hierzu erklärt Norbert Hackbusch, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Ich kann keine Parameter erkennen, die sich tatsächlich zugunsten der Bank verbessert haben könnten. Selbst die Ausfall-Risikostruktur hat sich deutlich verschlechtert, ausgerechnet in den Neugeschäftsfeldern Schifffahrt und Immobilien.“

Der Kern der Aktivitäten der Bank bemisst sich im Abschluss nach dem Handelsgesetzbuch (HGB). Dieses zugrundegelegt, weist die HSH Nordbank 2014 keinen Gewinn, sondern einen Verlust in Höhe von 312 Mio. Euro aus. Bei nahezu identischer Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr hat sich im HGB-Abschluss der Zinsüberschuss um 17 Prozent und der Provisionsüberschuss um 22 Prozent verschlechtert. Die Bank hat erneut Eigenbestände verkauft, um Einnahmen generieren zu können. So vermindert sich laut Anlagespiegel der Buchwert um mehr als 2,5 Mrd. Euro, und zwar ohne Berücksichtigung von Zu- und Abschreibungen. Außerdem ist die Sicherungswirkung der Ländergarantien erneut gestiegen. Diese trug allein mit etwa 1 Mrd. Euro zum Konzernergebnis 2014 bei.


Hackbusch: „Wie soll das noch enden? Zum Jahresende 2015 werden 19 Mrd. Euro an Anleihen endfällig, die durch Gewährträgerhaftung der Länder gedeckt sind. Damit wächst die Aufgabe der Eigentümer, eine klare Zukunft für diese Bank zu entwickeln. Und diese wird angesichts solcher Jahresabschlüsse schlechter und teurer für die Stadt Hamburg.“