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17. Februar 2011 Bürgerschaftsfraktion

HSH Nordbank: Dienstleister Prevent AG hat Insolvenzantrag gestellt

Die Prevent AG hat beim Amtsgericht München Insolvenzantrag gestellt. Prevent - der Name steht für schmuddelige, teils kriminelle Informationsarbeit im Auftrage der HSH Nordbank, "die Firma für's Grobe." Die Prevent AG vieles für die HSH Nordbank erledigt: Die Beschattung von Mitarbeitern, sowohl die aktiven als auch Ausgeschiedene, die Beschattung von Politikern, Abhöraktionen sollen geplant und durchgeführt worden sein. Auch falsche Beweismittel sollen da schon mal in Ungnade gefallenen Ex-Vorständen der HSH Nordbank untergeschoben worden sein. Zudem sollen Regierungsmitglieder der Türkei bestochen worden sein, um Interessen der HSH Nordbank durchzusetzen.

Diese Schmutzarbeit im Hintergrund wurde von der HSH Nordbank überaus erkenntlich honoriert, mehrstellige Millionenbeträge an Euro sind an Prevent geflossen. Etliche "Weißwesten" teilten sich diesen überaus lukrativen Kuchen, darunter sowohl ehemalige Staatsdiener als auch Politiker.

Der finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Dr. Joachim Bischoff erklärt zu dieser überfälligen Marktbereinigung:

"Die Sicherheitsfirma Prevent war der Kern des Intrigennetzes in der HSH Nordbank. Nachdem diese Machenschaften öffentlich bekannt wurden, distanzierte sich die HSH Nordbank von den Methoden der Prevent und stellte die Zahlungen ein. Außerdem hat die Landesbank fällige Zahlungen zurückgehalten, weil sie nach Abschluss von staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren die Sicherheitsfirma für erlittenen Schaden regresspflichtig machen wollte. Die Berichterstattung über Prevent und die HSH-Affären hat dazu geführt, dass die Kunden ausblieben. Da die HSH Nordbank nahezu einziger Auftraggeber der Prevent AG war, ist der jetzt erfolgte Schritt zum Amtsgericht die logische Konsequenz und der Schlussakt einer unrühmlichen Liäson."