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30. August 2013 Bürgerschaftsfraktion

HSH-Halbjahreszahlen: „Vorstand muss noch viel erklären“

Die HSH Nordbank hat heute ihre Halbjahreszahlen per 30. Juni 2013 präsentiert und spricht von einem „positiven Ergebnistrend“. So habe sich der Gesamtertrag mit 809 Millionen Euro nahezu verdoppelt, der Konzernüberschuss sei auf 90 Millionen Euro gestiegen. „Diese Zahlen muss man sich genauer ansehen“, erklärt dazu Norbert Hackbusch, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

„Mir macht da zum Beispiel Sorge, dass die eingetretene Sicherungswirkung des von den Ländern gewährten Garantierahmens mit 3203 Millionen Euro per 30. Juni 2013 bereits über dem Selbstbehalt der Bank mit 3,2 Milliarden Euro liegt. Natürlich hat die Bank die Garantieerhöhung sofort genutzt, entsprechend in Vorperioden gebildete Risikovorsorgen ergebniswirksam zurück zu buchen.“ Zudem musste die Bank offensichtlich mit der Life Insurance im Zuge einer Sicherheitenverwertung eine komplette US-amerikanische Lebensversicherung übernehmen, deren Zahlen und Probleme noch gar nicht abschließend feststehen.

„Nennenswerte positive Tendenzen im eigenverantwortlichen operativen Bereich der Bank kann ich kaum erkennen“, so Norbert Hackbusch. „Die positiven Effekte innerhalb der Kernbank scheinen nahezu ausschließlich aus fremdbestimmten Bewertungen von Zins- und Währungsderivaten zu resultieren. Die dringend gebotenen Abschreibungen und Wertkorrekturen zum Beispiel im Schifffahrtsbereich sind nach wie vor nicht ausreichend gebucht und werden wohl erst zum 31. Dezember 2013 schlagend werden. Der Vorstand wird uns noch viel erklären müssen.“