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26. März 2013 Bürgerschaftsfraktion

HSH-Aktienwert erneut halbiert – Hamburg muss handeln!

Einem Bericht der Kieler Nachrichten zufolge liegt nun die beauftragte Bewertung der HSH Nordbank per 31. Dezember 2012 vor, die den Korrekturbedarf des Aktienwertes ermitteln sollte. Demnach sind die Gutachter zu dem Ergebnis gekommen, dass der Aktienwert der Bank erneut um sechs Euro auf nunmehr 5,95 Euro reduziert werden musste. Der Wert per 31. Juni 2012 war noch mit 11,95 Euro bewertet worden, beim Kapitaleinschuss 2009 mussten sich die Länder noch einen Aktienwert von 19 Euro zurechnen lassen.

„Die Nachricht an Finanzsenator Tschentscher ist bei dieser Entwicklung eindeutig: Aussitzen geht nicht mehr!“, erklärt Norbert Hackbusch, finanz- und haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Es ist schon viel zu viel wertvolle Zeit verstrichen! Sollten die Angaben so stimmen, dann müssten die HSH Finanzfonds AöR, der Hamburgische Versorgungsfonds und die Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement erneut Abschreibungen in Milliardenhöhe vornehmen.“ Allein für die HSH Finanzfonds AöR würde eine solche Aktienbewertung einen weiteren Abschreibungsbedarf von 1,2 Milliarden Euro bedeuten.

Der Hamburgische Versorgungsfonds, der bereits mehr als 700 Millionen Euro auf die HSH-Aktien abschreiben musste und faktisch bereits pleite sei, werde beim aktuellen Wert noch einmal kräftig auf Aktien der HSH abschreiben müssen, befürchtet Hackbusch. „Bereits jetzt werden die Renten aus dem Kernhaushalt geleistet. Jedes privatrechtliche Unternehmen müsste in einer solchen Situation unverzüglich Eigenkapital nachschießen oder Insolvenz anmelden, um einem Verfahren wegen Insolvenzverschleppung zu entgehen“, so der Finanzexperte. „Der Senat muss endlich aktiv werden und Entscheidungen treffen! Hamburg kann sich nicht länger von der HSH Nordbank vorführen lassen!“

Hackbusch kündigte an, die genauen Auswirkungen des Ergebnisses aus dem Gutachten für Hamburg zu berechnen, sobald das Gutachten der Bürgerschaft vorliege, und dann in einer Pressekonferenz darstellen.