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25. Juni 2012 Bürgerschaftsfraktion

Homophobie-Skandal in Bergedorf: Bezirksversammlung lehnt LINKEN-Antrag ab, die Regenbogenflagge zum CSD zu hissen!

Derzeit beginnen überall die Feierlichkeiten rund um den Christopher Street Day (CSD). Auch in Hamburg laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Höhepunkt wird der festliche Umzug durch die Innenstadt am 4. August, am Hamburger Rathaus wird aus diesem Anlass die Regenbogenflagge gehisst. Ganz Hamburg freut sich auf den Christopher Street Day (CSD) - nur Bergedorfs Sozial-, Christ- und Freidemokraten sowie die Piraten offenbar nicht: Die Bergedorfer Bezirksversammlung entschied mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und Piraten gegen einen Antrag der Linken, die Regenbogenflagge in der Christopher-Street-Woche, der Pride-Week, vor dem Bergedorfer Rathaus zu hissen.

Kersten Artus, gleichstellungspolitische Sprecherin der LINKEN in der Hamburgischen Bürgerschaft, ist entsetzt: "Wie rückständig muss man eigentlich sein, um so eine Entscheidung zu treffen? Die Regenbogenflagge ist ein Symbol für Toleranz, Vielfältigkeit und Hoffnung. Wer ablehnt, sie zu hissen, ist im Jahr 2012 noch nicht angekommen. Vor dem Hintergrund, dass alle Bürgerschaftsfraktionen sich vor wenigen Monaten aktiv gegen die homophoben Gesetze in Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg eingesetzt haben, ist dieser Vorfall an Peinlichkeit und Intoleranz nicht zu überbieten."

Stephan Jersch, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in der Bergedorfer Bezirksversammlung, ergänzt: "Bergedorf fällt mit diesem Beschluss weit hinter seine eigenen Ansprüche zurück!"


In Berlin feierten bereits Hunderttausende den Christopher Street Day (CSD), an dem Lesben, Schwule und Transgender im Jahr 1969 in den USA massiven Widerstand gegen eine diskriminierende und repressive Polizeirazzia im New Yorker Bezirk Greenwich Village leisteten.