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16. Juni 2014 Bürgerschaftsfraktion

Hilfe für Hebammen: Vorsorge für Schwangere, Neugeborene und Wöchnerinnen jetzt konkret verbessern!

Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

Seit Monaten machen die Hebammen darauf aufmerksam, dass ihr Berufsstand akut gefährdet ist. Die extrem steigenden Kosten für Haftpflichtversicherungen sind für die meisten Freiberuflerinnen nicht mehr bezahlbar. Auf Bundesebene hat es der CDU-Gesundheitsminister Hermann Gröhe nicht geschafft, einen akzeptablen Plan für die Sicherung dieser immens wichtigen gesundheitlichen Versorgungsleistung vorzulegen.

In Hamburg bringt die SPD-Fraktion jetzt einen Antrag in die Bürgerschaft ein, der eine verbesserte Datengrundlage für die Hebammenhilfe schaffen soll. Die Fraktion DIE LINKE wird dem Antrag zustimmen, fordert darüber hinaus aber weitere konkrete Verbesserungen der gesundheitlichen Versorgung von Schwangeren, Neugeborenen und Wöchnerinnen. Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: „Dass die Datenlage dürftig ist, wurde bereits in der letzten Sitzung des Gesundheitsausschusses gemeinsam von allen Bürgerschaftsfraktionen festgestellt. Auch Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks war in der Sitzung anwesend - warum sie nun noch eine Aufforderung durch die SPD-Fraktion benötigt, erschließt sich mir nicht.“

Über die Datenerhebung hinaus sei es außerdem nötig, weitere Schritte zu unternehmen, meint Artus. „Mindestens genauso wichtig ist es, die gesundheitliche Versorgung von werdenden und jungen Müttern sowie Babys zu verbessern.“ Eine Schriftliche Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE hatte kürzlich eine niedrige Stillquote in Hamburg aufgedeckt – sie liegt schon bei Neugeborenen bei nur 63 Prozent und fällt nach der zehnten Lebenswoche des Kindes rapide ab. „Wir fordern daher, dass sich alle Hamburger Krankenhäuser, die Geburtenabteilungen unterhalten, nach WHO-Empfehlungen als ‚babyfreundliches Krankenhaus‘ zertifizieren lassen. Derzeit sind es nur vier! Außerdem fordern wir die Wiederauflage der ‚Stillempfehlungen‘. Sie wurden 2009 herausgegeben und wurden seitdem nicht mehr nachgedruckt.“

Auf Bundesebene fordert DIE LINKE einen staatlichen Haftungsfonds, um die Hebammen unabhängig von privaten Versicherungen zu machen.
Den Antrag der Fraktion DIE LINKE hängt dieser Pressemitteilung an.

Dateien:
zusatzantrag-hebammen.pdf14.1 K