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19. August 2011 Bürgerschaftsfraktion

Harburger Bezirksamtsleiter Torsten Meinberg zu Besuch in Moschee: Spalten statt Miteinander fördern

"Der Besuch des Harburger Bezirksamtsleiters Meinberg in der Mehmet-Akif-Ersoy -Moschee in Harburg ist eine Farce", so Mehmet Yildiz, migrationspolitischer Sprecher der Linksfraktion. Meinberg (CDU) hatte während des Besuches in der Moschee an der Meretstraße heftige Kritik an den religiösen Bräuchen und Traditionen der Gemeinde geäußert.

"Man kann nicht vorgeben eine Moschee besuchen zu wollen, um muslimische Bürgerinnen und Bürger zu verstehen und gleichzeitig diese Menschen stigmatisieren. Sich darüber zu empören, dass der Koran nicht auf Deutsch gelesen wird ist genauso unangebracht wie die Kritik an lateinischen Messen in katholischen Gemeinden. Ebenso unterstellt er Muslimen Minderwertigkeitskomplexe, wenn er behauptet, sie würden es nicht aushalten, wenn Frauen im Badeanzug schwimmen gehen. Es gibt nur eine verschwindend geringe Zahl von religiös-motivierten Schwimmunterrichtsverweigern.

Meinberg scheint zu meinen, dass eine einfache Bewegung wie das Händeschütteln ein Zeichen für Integrationswillen sei. Die Realität sieht aber so aus, dass es nicht einmal mehr freie Plätze für Integrationskurse gibt, weil sie eben von diesen Menschen so gerne angenommen werden. Er pauschalisiert und erreicht dadurch genau das Gegenteil von dem, was er vorgibt: Statt Nachbarschaftlichkeit, Akzeptanz und Gemeinsamkeiten vermittelt sein Besuch ein Klima der Skepsis und des gegenseitigem Unverständnis."