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3. September 2009 Bürgerschaftsfraktion

Hapag-Lloyd: Nicht nur zahlen, sondern sich für die Beschäftigten aktiv in die Unternehmenspolitik einmischen

Zu der Entscheidung des Senats, der TUI und der Signal Iduna die 25,1 %-Beteiligung am Container-Terminal Altenwerder (CTA) wieder an Hapag-Lloyd Konzern zurückzugeben um den Weg für die Beteiligung des Bundes am Stabilisierungspaket zu ermöglichen, erklärt Dr. Joachim Bischoff, Finanz- und Wirtschaftsexperte der Fraktion die LINKE in der Bürgerschaft:

Der gesamten maritimen Wirtschaft in Deutschland geht es schlecht. Die Branchen Werften, Reedereien, Schiffsfinanzierer und Logistik leiden unter einem drastischen Verfall der Frachtraten für Container. Auslöser dieses heftigen Absturzes ist ein Rückgang der Transportmengen bei gleichzeitig wachsenden Kapazitäten. Der schwarz-grüne Senat handelt angesichts der massiven Wirtschaftskrise zu defensiv. Es hilft nicht weiter, immer nur für einzelne Unternehmen Lösungen zu entwickeln. Da die maritime Wirtschaft mehrere wirtschaftlich schwierige Jahren vor sich hat, muss ein übergreifendes Strukturkonzept angeboten werden. Dies schließt ein, dass die Stadt bei den Unternehmen, die sie aus strukturpolitischen Überlegungen finanziell unterstützt, auch Einfluss auf die Geschäftspolitik nimmt.

Weil sich auch Hapag-Lloyd, die nach Kapazität die fünftgrößte Containerreederei der Welt ist, der schweren Weltwirtschaftskrise nicht entziehen kann, muss Hamburg - zusammen mit den anderen Eigentümern - zügig eine auf die nächsten zwei Jahre angelegte Finanzkonzeption auf den Weg bringen. Es war seit dem Einstieg in die Holding 'Albert Ballin' absehbar, dass mit den Unternehmensverlusten der Hapag-Lloyd auch die finanzielle Belastung für die Freie und Hansestadt Hamburg ansteigen wird. Es ist überfällig, dass Hamburg nicht einfach nur zahlt, sondern sich aktiv in die Unternehmenspolitik einmischt und dafür sorgt, dass die schwere Krise nicht wieder auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird.