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5. November 2013 Bürgerschaftsfraktion

Hamburgs Studierende brauchen freien Zugang zu Masterplätzen

Einen Rechtsanspruch auf einen Masterstudienplatz für alle erfolgreichen BachelorabsolventInnen  in Hamburg will die Fraktion DIE LINKE in der morgigen Bürgerschaftssitzung erreichen. „Die Vergabe der Plätze für Masterstudiengänge an Hamburger Hochschulen sorgt jedes Jahr wieder für Frust bei den Studierenden“, begründet dies Dora Heyenn, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Und die Lage spitzt sich immer mehr zu, weil es an den Hamburger Hochschulen deutlich weniger Studienplätze in Masterstudiengängen gibt als in Bachelorstudiengängen. Das ist selbst dann so, wenn angebotene Bachelorstudiengänge inhaltlich direkt zu Masterstudiengängen hinführen.“

Mit Ausnahme der HFBK gibt es deshalb an alle Hochschulen Zulassungsbeschränkungen. In zahlreichen Studiengängen haben viele BachelorabsolventInnen zum Wintersemester 2013/14 keinen Masterstudienplatz bekommen, so in Psychologie (1513 Bewerbungen auf 116 Studienplätze) oder Betriebswirtschaft (1803 Bewerbungen auf 170 Studienplätze). „Viele Studierende wurden auf später vertröstet oder blieben ganz außen vor. Eine so erzwungene faktische Verkürzung des Studiums können wir nicht akzeptieren“, so Dora Heyenn. „Die Wahl zwischen einem Masterstudium und dem direkten Einstieg in den Beruf nach einem Bachelorstudium darf nicht von der Verfügbarkeit der Masterstudienplätze abhängen.“ Es sei verantwortungslos, BachelorabsolventInnen gegen ihren Willen auf den Arbeitsmarkt zu schicken, da viele Studienfächer nicht berufsqualifizierend sind. „Um die Wahlfreiheit nach dem Bachelorabschluss zu verwirklichen, müssen die Absolventinnen und Absolventen einen freien Zugang zum Masterstudium erhalten“, fordert die Bildungsexpertin deshalb.

Jedoch sei die finanzielle und personelle Ausstattung der Hamburger Hochschulen gegenwärtig weder ausreichend für die Studienanfänger noch für die Fortsetzung im Masterstudium. „Da muss  deutlich aufgestockt werden“, fordert Dora Heyenn. „Und die bisherigen Zugangshürden müssen so weit wie möglich reduziert werden. Sie verschärfen noch die strukturelle Benachteiligung der Studierenden aus Arbeiterfamilien gegenüber denen aus Akademikerfamilien. Wir brauchen einen hundertprozentige Möglichzeit zum Übergang vom Bachelor- zum Master-Studium!“

Den Antrag der Fraktion DIE LINKE (Drs. 20/9684) finden Sie im Anhang dieser Mitteilung.

Dateien:
20_9684.pdf16.5 K