Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
8. April 2014 Bürgerschaftsfraktion

Hamburger Ausbildungsmarkt dramatisch verschlechtert

Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

Aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen eine dramatische Verschlechterung auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt. Denn dieses Jahr sind fast 20 Prozent mehr BewerberInnen bei der Agentur registriert, gleichzeitig haben die Betriebe aber sieben Prozent weniger Ausbildungsplätze gemeldet. „Der Senat muss endlich seine Schönrederei beenden und etwas für unsere Jugendlichen tun“, fordert daher Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Die Situation ist dramatisch, vor allem für SchulabgängerInnen mit Haupt- und Realschulabschluss. In Hamburg gibt es mittlerweile mehr AusbildungsanfängerInnen mit Abitur als mit Hauptschulabschluss.“

Da die Arbeitsagentur in ihrer Statistik als BewerberInnen nur Jugendliche aus Hamburg zählt, aber fast die Hälfte die Ausbildungsplätze an Nicht-HamburgerInnen geht, kommen gegenwärtig auf 6600 BewerberInnen nur etwa 4000 Ausbildungsplätze. Dies zeigt sich auch daran, dass dreieinhalb Monate vor Schuljahresende erst zwölf Prozent der BewerberInnen einen Ausbildungsplatz bekommen haben. „Der Senat muss sich endlich eingestehen, dass seine seit Jahren verfolgte Politik gescheitert ist“, folgert Dora Heyenn. „Berufsorientierung und Jugendberufsagenturen schaffen keine zusätzlichen Arbeitsplätze. Die sind aber nötig, wenn der Berufsstart für unsere Jugendlichen nicht zu einem Fehlstart ins Leben werden soll.“ Deshalb müsse, solange die Betriebe nicht genügend Ausbildungsplätze anbieten, der Staat dies tun, fordert die Bildungspolitikerin. „Dazu muss der Senat erheblich mehr Ausbildungsplätze im Hamburger Ausbildungsmodell und in vollqualifizierenden Berufsfachschulen bereitstellen. Diese sind über eine solidarische Ausbildungsumlage zu finanzieren.“