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18. Mai 2009 Bürgerschaftsfraktion

"Hamburg Stromhandel" - GAL ohne Energie

In der heutigen Pressekonferenz stellte Umweltsenatorin Anja Hajduk ihr Konzept für das neue Unternehmen "Hamburg Energie" vor: Ein reiner Stromhändler, bislang ohne eigene Erzeugungskapazitäten und das ganz umsonst.

"Es bleibt dabei: den grünen WählerInnen wird eine mageres Trostpflaster für die große Dreckschleuder Moorburg angedreht. Moorburg kommt, aber von echten Stadtwerken ist immer noch nichts erkennbar. Man könnte es auch so formulieren: Der GAL fehlt die Energie für den ökologischen Umbau!" schließt Heyenn, umweltpolitische Sprecherin.

"Allein durch den Handel mit Strom wird Hamburg kein Stück ökologischer. Eine einzige, geplante Windanlage ab 2011 ist keine Energiewende. Was wir aber brauchen ist ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien - durch öffentliche Investitionen", fordert Dora Heyenn. "Unter diesen Umständen wirkt der Name "Hamburg Energie" wie Augenwischerei. Ein ehrlicher Name wäre 'Hamburg Stromhandel'."

"Die Gewinne, mit denen dann angeblich neue Erzeugungsanlagen gebaut werden sollen, werden lange auf sich warten lassen - die Energiewende für Hamburg ebenso. Billig und erneuerbar - wie das bei bereits bestehenden Ökostromanbietern gehen soll, ohne einen einzigen Euro öffentliche Investition - diese Antwort bleibt Senatorin Hajduk schuldig."

Dass das Logo sich noch an die Eon-Billigmarke "e wie einfach" anlehnt, bleibt noch unter die Rubrik Kurioses abzulegen.