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26. Februar 2014 Bürgerschaftsfraktion

„Hamburg ist weltweit lieb – und teuer“

Bereits seit 2001 liegt Hamburg im Städtetourismus bundesweit ganz vorne. „Das ist zwar erfreulich, aber wie so oft gibt es auch bei der heute von der SPD vorgetragenen Bilanz Schattenseiten“, erklärte Kersten Artus, wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, in der heutigen Plenarsitzung der Hamburgischen Bürgerschaft. „So haben Teile der Hamburger Freizeitwirtschaft sinkende Besucherzahlen verzeichnen, etwa Hagenbecks Tierpark und die Musicals, die als bedeutendster Faktor in Hamburgs Tourismusindustrie gelten. Ein Grund können die zum Teil wirklich viel zu hohen Preise sein – Hamburg ist nach wie vor in erster Linie ein Reiseziel für Gutbetuchte“, so Artus.

Wer über Tourismus in Hamburg spreche, müsse auch über Arbeitsbedingungen sprechen, forderte die Abgeordnete. Sie erinnerte daran, dass es in letzter Zeit immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der Belegschaft und der Stage Entertainment gekommen ist: „,König der Löwen‘, ,Das Phantom der Oper‘ und auch ,Cats‘ wurden bereits bestreikt. Es ging um Auslagerung von Arbeit, um fehlende tarifvertragliche Standards sowie Arbeitsplatzabbau beispielsweise in den Orchestern. In den 1990er Jahren haben noch 29 Musikerinnen und Musiker beim ,Phantom der Oper‘ live gespielt. Heute sind es nur noch 14.“

DIE LINKE fordert einen Tourismus, der gute Arbeit schafft, ökologisch verantwortbar ist, barrierefrei und sozial gerecht. „Und wir fordern einen Tourismus, der die Menschen, die in Hamburg leben, nicht immer wieder genervt hinterlässt, wenn mal wieder ein Massenevent stattgefunden hat. Bei aller Gastfreundschaft – so manche Veranstaltung ignoriert die Interessen der Hamburgerinnen und Hamburger“, so Artus.