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24. September 2013 Bürgerschaftsfraktion

Hamburg braucht dringend mehr Wohnraum für Studierende

Foto: Trexer

Auch zu Beginn des kommenden Wintersemesters werden wieder viele Studierende keine bezahlbare Wohnung in Hamburg finden. Der Wohnungsmarkt und das unterfinanzierte Studierendenwerk sind bereits jetzt kaum in der Lage, den notwendigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Hamburg braucht allein 1500 zusätzliche Studentenwohnheimplätze, um zum Bundesdurchschnitt mit seiner Versorgungsquote von11,9 Prozent aufzuschließen. Dem gegenüber spitzt sich die Lage auf dem Hamburger Wohnungsmarkt  weiter zu. Und die Studierendenzahlen steigen. „Auch dieses Jahr wird das Studierendenwerk wieder Notunterkünfte in Turnhallen aufbauen müssen“, erklärt dazu Dora Heyenn, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Das ist kein Zustand! Senat und Bürgerschaft müssen dringend handeln, damit Studierende in Hamburg vernünftige Wohnbedingungen vorfinden.“

Deshalb hat die Fraktion DIE LINKE den Antrag 20/9326 für die nächste Sitzung in die Hamburgische Bürgerschaft eingebracht: „Ausbau von studentischen Wohnheimplätzen sicherstellen – Studierende nicht mit steigenden Mieten alleine lassen!“ Darin fordert die Fraktion eine Wohnungsoffensive zur Schaffung von zusätzlichen 1000 Wohnheimplätzen bis zum Wintersemester 2016/2017, bei der den Studierendenwerken eine Schlüsselrolle zukommen soll. Dabei soll der Bau von Studierendenwohnanlagen wie in anderen Bundesländern mit Zuschüssen von bis zu 32.000 Euro finanziert werden. Zudem fordert DIE LINKE die Realisierung eines Bund-Länder-Programms, um bundesweit 25.000 zusätzliche öffentlich geförderte Wohnheimplätze zu bauen.

„Es ist allerhöchste Zeit, dem derzeitigen Verdrängungseffekt entgegen zu wirken und eine der Ursachen direkt anzugehen“, erläutert Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Bezahlbare Wohnheimplätze sind ein richtiger Ansatz, weil sie letztlich nicht nur den Studierenden zugutekommen: Sie entlasten den Wohnungsmarkt dort, wo es am dringendsten nötig ist, bei günstigen Wohnungen. Das hilft neben Studenten auch anderen Menschen mit geringem Einkommen, Auszubildenden und jungen Familien. Wobei wir uns völlig im Klaren darüber sind, dass die von uns geforderte Maßnahmen allein die Wohnungsnot in Hamburg nicht lösen werden.“