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9. Mai 2014 Bürgerschaftsfraktion

Gute Schule für alle – Hamburg braucht ein inklusives Schulwesen

Die soziale Spaltung Hamburgs zeigt sich auch an Hamburgs Schulen. „Eine gute Schule für alle ist in Hamburg ein Traum, dessen Verwirklichung in weiter Ferne liegt" , erklärte heute in einer Pressekonferenz Dora Heyenn, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Obwohl Hamburgs Schulen in den letzten Jahren stärker verändert wurden als je zuvor, kommen wir dem Ziel, allen Kindern  bestmögliche Chancen in der Schule zu bieten, nicht näher.“ Deshalb hat die Fraktion DIE LINKE den früheren Landesvorsitzenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Klaus Bullan, beauftragt, eine Untersuchung der Hamburger Schulpolitik vorzunehmen und Vorschläge für ein gerechteres Schulsystem in der Hansestadt zu entwickeln. Auf der Grundlage dieser Untersuchung will die Fraktion in den nächsten Monaten mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt diskutieren.

„Die Hauptaufgabe der Hamburger Schulpolitik muss es sein, für jede Schülerin und für jeden Schüler eine gute Schulbildung zu garantieren“, sagte Klaus Bullan. „Dazu gehört: Kita- und Vorschulplätze müssen für alle Kinder angeboten werden, und zwar ganztags und gebührenfrei.  Ganztagsschule und Inklusion müssen zu Erfolgsmodellen werden. Schulen in benachteiligten Gegenden brauchen viel mehr Unterstützung, Stadtteilschulen ebenso. Und nicht zuletzt muss es für jeden Schulabgänger und jede Schulabgängerin einen Ausbildungsplatz geben.“

Gleiche Bildungschancen für alle müsse endlich die Zielsetzung der Hamburger Schulpolitik werden, forderte Dora Heyenn. „Aber stattdessen spielt Klientelpolitik die entscheidende Rolle bei den Entscheidungen des Senats. Nur so ist zu erklären, dass zurzeit die Frage G8 oder G9 die schulpolitische Diskussion bestimmt. Weder G8 noch G9 wird die grundlegenden Probleme der Inklusion, der Bildungsbenachteiligung armer Kinder und der Abhängigkeit des Schulerfolgs vom Sozialstatus und dem Wohnort der Eltern lösen. Das aber sind die entscheidenden Fragen.“

Dora Heyenn kündigte an, die Broschüre an alle Hamburger Schulen zu verschicken und in den nächsten Monaten mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt über Schulpolitik zu diskutieren.