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22. April 2013 Bürgerschaftsfraktion

Girls‘ Day 2013 auch in der Linksfraktion

Logo Girls Day 2013

Am 25. April werden wieder Tausende Mädchen in die Betriebe gehen. Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft lädt zehn Mädchen ein, einen Tag lang den Alltag der Abgeordneten, der Fraktionsbeschäftigten sowie der persönlichen ReferentInnen kennenzulernen. „Frauen sind in politischen Ämtern immer noch in der Minderzahl – obwohl sich insbesondere Mädchen schon früh für ihre Interessen engagieren, zum Beispiel als Klassensprecherinnen und für Schülerzeitungen“, erklärt dazu Kersten Artus, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Sie weist darauf hin, dass weibliche Jugendliche in ihrer Berufswahl immer noch sehr eingeschränkt agieren. Unter den beliebtesten Ausbildungen, die Mädchen wählen, sei kein einziger technischer Beruf. Weiblich dominierte Berufe seien meist schlecht bezahlt.

„Daher muss nicht in erster Linie ein Umdenken bei den Mädchen stattfinden, sondern es müssen gesellschaftliche Antworten gefunden werden“, so die Frauenpolitikerin. Dazu gehöre der gesetzliche Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung für alle statt Zunahme von Teilzeitverträgen sowie eine gesetzliche Quote in Führungspositionen. „Nur damit erhalten Mädchen und Frauen auch eine reale Chance, ihren Fähigkeiten entsprechend zu agieren“, erklärt Artus. „Außerdem gehört die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ins unternehmerische Pflichtenheft. ,Best Practice‘-Beispiele allein reichen schon lange nicht mehr aus.“

Artus fordert in diesem Zusammenhang vom SPD-Senat, die Maßnahmen im jüngst verabschiedeten Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm im Bereich Beschäftigtenpolitik schneller umzusetzen.  Für die Ressorts Wirtschaft und Medien müssten sie erheblich ausgeweitet werden: „Gleichstellung ist offenbar für die Herren Horch, Scholz und Scheele eine Black Box. Das muss sich dringend ändern.“ Es sei nicht hinnehmbar, dass der Anteil von Ausbildungsverträgen für Mädchen in Hamburg gesunken ist und die arbeitsmarktpolitischen Programme für Alleinerziehende unter dem Diktat der Schuldenbremse liegen. „Wer eine gute Zukunft für Mädchen will, muss an diesen Stellschrauben drehen!“