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2. Juni 2010 Bürgerschaftsfraktion

Gewaltpräventionsprojekt "HEROES - gegen Unterdrückung im Namen der Ehre"

Das Projekt HEROES soll Jungen und Mädchen die Möglichkeit geben, sich von Machtstrukturen zu distanzieren, indem die Männerrolle im Kontext der Ehrenunterdrückung problematisiert wird. Es geht darum, die Grenzen, die die Ehrenkultur für sie setzt, zu überwinden. Hierfür werden im Rahmen von Trainings Stärken und Fähigkeiten erlangt. Außerdem lernen die Jungen, sich für die Menschenrechte ihrer Schwestern und Freundinnen einzusetzen. Nach Auffassung der Linksfraktion eine gute und wichtige Idee, die im Rahmen des Antrags der GAL geforderte Umsetzung ist leider nicht.

"Der Antrag spricht sich für eine wichtige Sache aus, die in unserer Metropole eingeführt werden sollte. Sehr positiv ist, dass auch die Auseinandersetzung mit der oft homophoben Sichtweise unter Jugendlichen stattfindet. Widersprüchlich ist aber, dass es immer noch keine Ansätze für das seit längerem geplante, schwule Jugendzentrum gibt. Es gibt nicht wenige, die befürchten, dass das Projekt der desaströsen und unehrlichen Haushaltspolitik des schwarzgrünen Senats zum Opfer fallen wird", erklärt Kersten Artus.

Es ist weiterhin fraglich, wie das unbedingt erforderliche Gegenstück, eine aktive und verbindliche Mädchenarbeit, stattfindet. Die Mehrheit der Bürgerschaft vor einigen Monaten den Antrag der Fraktion DIE LINKE nach einer verbindlichen Mädchenarbeit abgelehnt hat.

Leider ist es völlig unerheblich ist, ob der GAL-Antrag beschlossen wird oder nicht, denn es soll nur "geprüft" und "zeitnah berichtet" werden. Die Fraktion DIE LINKE stimmt dem Antrag trotzdem zu und wird kontinuierlich nachhaken, ob er möglicherweise in Zukunft einen Leuchtturmcharakter für Hamburg einnehmen wird. "Besser als alle anderen Leuchtturmprojekte des Senats wäre das allemal", schließt Artus.