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12. Februar 2009 Bürgerschaftsfraktion

Gesundheitswesen: Keine Branche ist kranker

Der DAK-Gesundheitsreport 2009 zeigt, dass der Patient "Gesundheitswesen" Fieber hat. Das Gesundheitswesen erreicht mit einem Krankenstand von 3,7 Prozent erneut die traurige Spitzenposition als Branche mit den meisten Krankmeldungen. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg dieser Wert um 0,1 Prozentpunkte. Stark belastende Arbeitsbedingungen fordern ihren Tribut.

Laut DAK-Gesundheitsreport sind die Beschäftigten nicht nur häufiger, sondern auch länger krank: je 100 Versicherte gab es 113 Krankheitsfälle mit einer durchschnittlicher Krankheitsdauer von zwölf Tagen. Im Vergleich zum Durchschnitt aller DAK-Versicherten liegen die Erkrankungsdauer um 1,1 Tage höher und die Erkrankungshäufigkeit um 3,4 Fälle. Dabei ist die große Berufsgruppe der Pflegenden überdurchschnittlich von Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparates und psychischen Störungen betroffen.

Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

"Auf der gestrigen Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft wurde einen Antrag der CDU zu Stärkung der Gesundheitswirtschaft angenommen - der sehr allgemein die Ausweitung der Gesundheitswirtschaft fordert - ohne auf die Belange der Beschäftigten Rücksicht zu nehmen. Dagegen wurde ein Antrag der Linksfraktion, der gezielt auf die Arbeitssituation eingeht, abgelehnt.

Ich befürchte, dass die vom Senat geplante Expansion der Gesundheitswirtschaft unter reinen Renditegesichtspunkten gesehen wird. Es kann und darf nicht sein, dass dafür die Gesundheit von Beschäftigten und PatientInnen geopfert wird. Dagegen muss sich Widerstand in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen formieren!"

DIE LINKE fordert bessere Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen durch:

  • Aufstockung des Personals
  • Menschfreundliche Arbeitszeitmodelle
  • Effektive Präventionsmaßnahmen