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10. Oktober 2012 Bürgerschaftsfraktion

Geldversprechen für die Staatsoper und das Thalia Theater: Finanzspritzen aus undurchsichtiger Verschiebemasse?

Der Vertrag des Thalia Theater-Intendanten Joachim Lux wurde bis 2019 verlängert, die Staatsoper bekommt 2015 mit Kent Nagano einen neuen Generalmusikdirektor und mit Georges Delnon einen neuen Intendanten. Mit großen Gesten hat der Senat bereits medial verkündet, dass im Zuge der Vertragsverhandlungen auch Lösungen für die finanziellen Probleme der Häuser gefunden wurden. So soll laut Senatsantwort das Thalia Theater durch einen einmaligen Betrag entschuldet, und die Staatsoper „im ersten Geschäftsjahr 2015/16 der neuen Leitung von finanziellen Vorbelastungen freigehalten“ werden. „Die Ankündigungen des Senats klingen wie Absichtserklärungen, die noch in keiner Weise ausfinanziert sind“, kritisiert Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. Denn auf Nachfrage der Linksfraktion kann der Senat nicht eindeutig sagen, woher die Mittel zur Finanzierung der Versprechen kommen sollen. (Drs.: 20/5409 und Drs.: 20/5410)

Die Antworten des Senats auf unsere schriftlichen kleinen Anfragen sind nicht zufriedenstellend“, erklärt Hackbusch. „Deshalb reichen wir zur Nachfrage zwei weitere Anfragen ein.“ So will die Fraktion nun beispielsweise erfahren, wie hoch die Mehrkosten aus den Tarifergebnissen für die beiden Häuser tatsächlich sind und ob, mit wem und auf welcher Grundlage die versprochenen Beträge überhaupt abgestimmt worden sind. „Wenn der Senat verbindliche Zusagen trifft und Geld verspricht, sollte er auch eindeutig sagen können, wo er es hernehmen will“, so Hackbusch.