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22. April 2012 Bürgerschaftsfraktion

Gegen die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße – Keine Autobahn durch die Stadt!

In der kommenden Woche findet ab dem 23. April der Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren für die Verlegung der B 4/75 (Wilhelmsburger Reichsstraße) statt. Der Widerstand eines großen Teils der Bevölkerung gegen die Verlegung der Straße ist beträchtlich, weil mit der Verlegung an die Bahntrasse die Breite von 14 auf 28 Meter verdoppelt wird und sie damit die Maße einer Autobahn erreicht. Der Stadtteil wäre durch die massive Trasse zerschnitten. Verkehrsprognosen gehen von einer Steigerung von 50.000 auf 67.000 Autos täglich auf der neuen Trasse aus. Die Lärm- und Schadstoffemissionen würden beträchtlich anwachsen, zudem soll die Verlegung mindestens 140 Mio. € kosten.

Dazu erklärt Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE: „Mit der Verlegung und Verbreiterung der Straße auf Autobahndimension verbaut sich die Stadt für unabsehbare Zeit eine wirklich menschenfreundliche, städtebauliche Entwicklung des Stadtteils. Stadtautobahnen gehören zu einer Stadtplanung der Vergangenheit, die nun trotz der bekannten Folgen fortgeführt werden soll. Die ‚Staubsaugereffekte’ großer Straßen sind nicht zu unterschätzen, sie führen zu mehr Verkehr. Um die Belastungen durch Auto- und Lkw-Verkehr zu verringern, müssen Bus und Bahn ausgebaut werden.

Die Verlegung und den Ausbau der Reichsstrasse zur Stadtautobahn lehnen wir ab. Die BürgerInnenbeteiligung ist Augenwischerei und verhöhnt die engagierten BürgerInnen: Sagen dürfen sie alles, aber Auswirkungen hat es nicht. Ein Senat, der den Lärmschutz für die igs-BesucherInnen höher hängt als den für die WilhelmsburgerInnen, ist unglaubwürdig.