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18. Januar 2013 Bürgerschaftsfraktion

GEG-Gebäude auf der Peute: Kulturspeicher statt Abriss!

© CC-BY-SA-3.0: Wikimedia-User Mogelzahn

Ein privater Investor hat angeboten, die vom Abriss bedrohten historischen GEG-Gebäude auf der Peute zu erhalten und den Hamburger Museen als Zentraldepot zur Verfügung zu stellen. „Auf den letzten Drücker bekommt die Stadt nun nochmal die Chance, sich zu besinnen“, erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzender des Kulturausschusses. „Es wäre wirklich absurd, wenn ausgerechnet der SPD-Senat mit den GEG-Gebäuden ein einmaliges Zeugnis der Genossenschafts- und Arbeiterkultur auf dem Gewissen hätte.“ Nach wie vor stehen die Pläne von Senat und Hamburg Port Authority, eines der historisch bedeutendsten Ensembles der Hamburger Industriearchitektur dem Erdboden gleichzumachen. „Wir sind schon lange davon überzeugt, dass der Kulturspeicher im Zentrallagerhaus auf der Peute bestens aufgehoben wäre“, so Hackbusch. „Der zentrale Kulturspeicher wird von allen Seiten als existentiell für die Hamburger Museen anerkannt und im Arbeitsprogramm des Senats fest versprochen.

Nachdem Anfang 2012 bereits neun historische Bauten der ehemaligen „Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine“ abgerissen wurden, sollen nun weitere Teile des Gesamtensembles fallen, lediglich zwei von 19 Gebäuden sollen stehen bleiben. Der Abriss erfolgte, obwohl das Gesamtensemble vom Denkmalschutzamt als erhaltenswert eingeschätzt wird. In seiner Antwort auf eine schriftliche kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (Drs. 20/6238) gibt der Senat als Grund lediglich an: „Die Maßnahmen waren erforderlich, um die Flächen im öffentlichen Interesse für Hafenzwecke entwickeln und nutzen zu können.“ „Das ist eine Aussage, die an schwafeliger Floskelheit kaum zu überbieten ist“, findet Norbert Hackbusch. „Zumal es gegenwärtig keinen konkreten Bedarf für diese Flächen gibt. Wir wollen die Debatte über die Zukunft der GEG aus den Hinterzimmern herausholen und öffentlich führen.“ Hackbusch hat inzwischen eine weitere Anfrage eingereicht, um konkret die Pläne und aktuellen Einschätzungen des Senats zu den Gebäuden zu erfahren. „Der SPD-Senat ist drauf und dran, den Denkmalschutz in Hamburg mit Füßen zu treten“, so der Kulturpolitiker. „Noch kann er sich entscheiden, diese einmaligen Gebäude zu erhalten. Alles andere wäre ein großer Fehler.