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28. Juni 2010 Bürgerschaftsfraktion

Gartenschau 2013: Ausgleichs- und Naturschutzkonzept

Die Fraktion DIE LINKE kritisiert das heute vorgestellte Ausgleichs- und Naturschutzkonzept für die Internationale Gartenschau 2013 in Wilhelmsburg als unzureichend.

"Das von der igs so großspurig angekündigte Konzept kann von großen Teilen der Wilhelmsburger Bevölkerung nur als blanker Zynismus empfunden werden. Dass die igs die wertvollsten Naturbereiche schonen und um sensible Flächen herum planen würde, wird vor Ort oft ganz anders gesehen", erklärt Dr. Joachim Bischoff, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE.

Rund 3.000 Fällungen, darunter auch von alten Baumbeständen, stehen nur 1.900 Neupflanzungen gegenüber. Für den überflüssigen Neubau der BSU wird ein Biotop mit geschützten Arten unwiederbringlich zerstört. Die Verlegung der Ausgleichsflächen in den östlichen Teil Wilhelmsburgs mutet hilflos an: Dieser Teil ist der letzte ländliche Rest der Insel, der vor allem von den Bauplänen der Hafenquerspange und der Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße bedroht ist.

Für einige Flächen wurden vorbereitende Rodungen durchgeführt, ohne dass bisher Investoren in Sicht sind. Die Einbindung der Bevölkerung und der Naturschutzverbände ist mangelhaft, eine international orientierte Architektur hat Vorrang. Zudem wurde das ganze Projekt der parlamentarischen Kontrolle faktisch entzogen.