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Bürgerschaftsfraktion

Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen: LINKE bringt Sofortprogramm in die Bürgerschaft ein

Mehmet Yildiz

In der heutigen Bürgerschaftsdebatte zur Ganztägigen Bildung und Betreuung in Schulen (GBS) hat die Fraktion DIE LINKE ein Sofortprogramm vorgelegt, um dem drohenden Chaos an den Schulen im kommenden Schuljahr zu begegnen. Wie Mehmet Yildiz, kinder-, jugend- und familienpolitischer Sprecher der Fraktion, in seiner Rede darlegte, gebe es schon jetzt zahlreiche Missstände an den Ganztagsschulen. „Kinder müssen ihr Mittagessen teilweise auf Fluren, in Containern oder Klassenräumen einnehmen, weil keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stehen.“

Yildiz: „Mit der Einführung von GBS wurde den Eltern eine Verbesserung in der Nachmittagsbetreuung versprochen. Tatsächlich ist der Personalschlüssel für Schulkinder schlechter geworden. Besonders der Schlüssel für Vorschulkinder von 1 zu 23 hat mit frühkindlicher Bildung gar nichts mehr zu tun. Das ist bloß noch eine Verwahrstelle für Kinder.“

In ihrem Sofortprogramm fordert DIE LINKE nun mehr Mittel für den Kantinenbau und die Erhöhung des Kostensatzes für das Essen auf 4,50 Euro. „Es kann doch keiner ernsthaft verstehen, warum das Essen für Kita-Kinder 4,50 Euro kosten darf, während in der Ganztagsschule nur 3,50 Euro möglich sein sollen“, sagte Yildiz. Des Weiteren fordert DIE LINKE pädagogische Konzepte an Ganztagsschulen sowie eine verbindliche Regelung über die Raumnutzung. „Bildung bedeutet für uns nicht, dass Kinder in Containern betreut werden“, sagt Yildiz.

Weitere Forderungen aus dem Sofortprogramm: Schulkinder, die nicht am GBS teilnehmen, sollen einen Anspruch auf einen Kita-Platz im Rahmen des Gutscheinsystems bekommen. Die Gebührenordnung soll besonders in Rand- und Ferienzeiten überarbeitet werden und Beitragsfreiheit für Geringverdiener- und Hartz-IV-Familien sichergestellt werden.

„Die Wut der Eltern ist berechtigt und sie muss ernst genommen werden“, sagt Yildiz. „Wir erwarten, dass Senator Rabe sich die Sorgen der Eltern, Kinder und Beschäftigten anhört und sie ernst nimmt.“