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11. April 2010 Bürgerschaftsfraktion

Gängeviertel: Ein Geschenk für Hamburg - hat der Senat den Mut es anzunehmen?

Bis Ende März wollten sich die Stadt und die Initiative „Komm in die Gänge“ Zeit lassen über eine gemeinsame Lösung für das Gängeviertel zu beraten. Noch dauern die Verhandlungen an. Die Initiative hat nun am Samstag der Öffentlichkeit ihr Konzept für die Zukunft des Gängeviertels vorgestellt. Demnach soll in den nächsten drei Jahren aus dem halbverfallenen historischen Quartier ein zukunftsfähiger gemeinschaftlicher Ort der sozialen Begegnung, der künstlerischen und kulturellen Arbeit und der gesellschaftlichen Partizipation entstehen. Offen und zugänglich für alle. Die historischen Gebäude des Viertels, als letztes „Stück Arbeiterarchitektur in der Innenstadt“, sollen erhalten, in Stand gesetzt und wieder belebt werden.

„Die Stadt muss sich darüber im Klaren sein, dass das Gängeviertel, so wie es sich ein Großteil der HamburgerInnen wünscht, nur dann erhalten bleiben kann, wenn die Künstler das Gängeviertel als Ganzes entwickeln. Von ihnen geht die künstlerische und kreative Dynamik aus, die das Viertel ausmacht. Die Stadt würde einen großen kultur- und stadtentwicklungspolitischen Schritt machen, wenn sie den Mut und das Vertrauen aufbringen würde, auf die Künstler zuzugehen und ihnen die Verantwortung für das Viertel für die nächsten drei Jahre anhand zu geben. Es muss möglich sein, hier einen gemeinsamen Weg einzuschlagen“, erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion.

Schon jetzt hat die Stadt von den vielen Menschen, die das Gängeviertel seit einem dreiviertel Jahr beleben, ein bedeutendes Geschenk bekommen. Nicht nur weil mittlerweile tausende Arbeitsstunden in dem stecken, was das Gängeviertel heute ist, und die Gebäude von der Initiative bis hierhin erhalten, winterfest gemacht und gepflegt wurden. Sondern auch, weil Hamburg einen besonderen Ort gewonnen hat. Die Chance diesen Ort zu behalten sollte sich die Stadt nicht entgehen lassen.