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9. September 2010 Bürgerschaftsfraktion

Fußballfan-Projekte im Sportausschuss: Das Gespräch mit den Fans suchen!

Der Überfall von 15 bis 20 Hooligans angeblich aus dem HSV-Fanspektrum auf eine kleine Gruppe von St.-Pauli-Fans in der Nacht vom 21. auf den 22. August sowie das bevorstehende Lokalderby HSV gegen St. Pauli am Wochenende 17. / 18. September hat erneut die Debatte um Fangewalt entfacht. Vor dem Hintergrund von "Vorschlägen, Maßnahmen und Ideen" aus den Fußballverbänden, der Fanprojekte und der Polizei befasst sich am 9. September der Sportausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft mit diesem Thema.

Der sportpolitische Sprecher der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, Dr. Joachim Bischoff, erklärt dazu: "Der brutale Überfall einer Handvoll Hooligans darf nicht zur Hysterie führen. Auch wenn es in den vergangenen Monaten einige dramatische gewalttätige Ausschreitungen gegeben hat, handelt es sich doch um Einzelfälle. Nichtsdestoweniger müssen deshalb angemessene, vor allem präventive Maßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen u.a. ein umfassendes Deeskalations-Konzept aller beteiligten Kräfte hinsichtlich des Umgangs mit den verschiedenen, differenziert zu betrachtenden Fangruppen, die stärkere Berücksichtigung und das Ernstnehmen von Faninteressen, der Verzicht auf ein martialisches Auftreten der Polizei und vor allem die umfassendere Unterstützung der Fanprojektarbeit durch die Vereine, Verbände und die Freie und Hansestadt Hamburg. Mit einem seit 2003 mehr oder weniger bei rund einer Viertelmillion Euro festliegenden Etat lässt sich dieses wichtige Engagement nicht ausreichend bewerkstelligen.

Ich begrüße daher nachdrücklich, dass sich der Sportausschuss am 9. September intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Und ich erwarte, gerade auch in Vorbereitung des Hamburger Lokalderbys, dass sich alle beteiligte Gruppen und Instanzen auf ein gemeinsames Konzept und Vorgehen verständigen. Im Mittelpunkt muss dabei der Austausch mit den Fans, ihren Gruppen und SprecherInnen stehen."