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22. September 2014 Bürgerschaftsfraktion

Fußball schlägt Olympia: EM 2024 statt Olympia in Deutschland

Am Freitag hatte der europäische Fußballverband UEFA entschieden, dass England Halbfinale und Finale der Fußball-EM 2020 austragen wird. Der DFB hatte seine Bewerbung für die Austragung zugunsten Londons zurückgezogen und sich damit die Unterstützung für 2024 gesichert. Experten sind sich einig, dass Deutschland damit mit großer Wahrscheinlichkeit den Zuschlag für 2024 erhält.
 
Das hätte Folgen für die Olympia-Bewerbung Hamburgs: „Obwohl dem Senat bekannt gewesen sein muss, dass die IOC-Regularien eine gleichzeitige Austragung von Olympischen Spielen und einem anderen Sportgroßevent wie der Fußball-EM ausschließen, hat man großspurige Bewerbungskonzepte aufgelegt, die den Hamburger Steuerzahler Hunderttausende, wenn nicht gar Million kosten werden“, so Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.
 
Dem Senat wirft Yildiz vor, sich vom Deutschen Olympischen Sportbund und IOC-Präsidenten Thomas Bach getäuscht haben zu lassen: „Bereits im Oktober 2013 hat der DFB in Anwesenheit von Thomas Bach beschlossen, sich für die EM 2024 zu bewerben. Gerade Thomas Bach kennt seine eigene Olympische Charta, die eine gleichzeitige Austragung von EM und Olympia ausschließt. Dass sich der Hamburger Senat von internationalen Sportfunktionären über den Tisch ziehen lässt und auch noch so naiv ist, von Leuten wie Thomas Bach Reformen zu erwarten, ist unverantwortlich. Dieses Verhalten kostet den Haushalt Millionen, während Turnhallen und Sportplätze vergammeln. Mit Sportstadt Hamburg hat so was rein gar nichts zu tun.“