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19. Juli 2011 Bürgerschaftsfraktion

Für mehr Studierende benötigt die Uni mehr Geld

pixelio

An der Universität Hamburg haben sich 20 % mehr StudienanfängerInnen beworben als noch im letzten Wintersemester. Dazu erklärt Dora Heyenn, wissenschaftspolitische Sprecherin der LINKEN: "Das ist erfreulich, aber keineswegs überraschend. Viele junge Menschen aus dem  doppelten Abi-Jahrgang in Hamburg aus dem Sommer 2010 beginnen jetzt erst zu studieren. Viele Abiturienten haben Auslandsaufenthalte und Jobs um sich das Studium leisten zu können, zwischen Schule und Universität gelegt. Das belegt auch die Zahl von 44.188 StudienplatzbewerberInnen an der Uni Hamburg gegenüber 36.821 im Wintersemester 2010/2011. Das  Ende der Wehrpflicht und damit das Ende des Ersatzdienstes machen sich ebenfalls bemerkbar."

Die Folgen des gesellschaftlichen Konsenses, die Anzahl der AbiturientInnen und HochschulabsolventInnen zu steigern und auf europäisches Niveau anzuheben, sind auch in Hamburg sichtbar. Verließen in 2006 noch 6.204 Abiturienten die Hamburger Schulen, so steigerte sich die Zahl 2007 bereits auf 6.569 und 2011 legten 7.069 SchülerInnen die Reifeprüfung ab.
Der doppelte Abi-Jahrgang 2010 mit seinen 12.176 AbiturientInnen und weiteren 2.714 Schülerinnen und Schülern, die an beruflichen Schulen die Hochschul- oder die Fachhochschulreife erlangt haben, sticht dabei noch einmal zusätzlich heraus.

"Die Tatsache, dass Niedersachsen in diesem Jahr einen doppelten Abi-Jahrgang entlassen hat, bedeutet, dass mit ca. 50.000 AbiturientInnen ein zusätzlicher Andrang an den Hamburger Hochschulen und der Universität entstanden ist. Sich über die gestiegenen Anmeldezahlen zu freuen allein reicht aber nicht. Mehr Studierende bedeutet auch mehr Investitionen in Forschung, Lehre und Baumaßnahmen. DIE LINKE fordert den Senat auf, die Kürzungsvorschläge für die Universität und die Hochschulen zurückzuziehen und bei der Abschaffung der Studiengebühren die steigende Zahl der Studierenden zu berücksichtigen", so Dora Heyenn abschließend.