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8. Januar 2015 Fraktion Wandsbek

Für ein fahrradfreundliches Wandsbek

Wie eine Anfrage der Linksfraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek ergeben hat, sind Aktivitäten zur Verbesserung der Situation für Radfahrer in Hummelsbüttel nicht geplant.


Das Fahrrad ist im Stadtverkehr eines der wirtschaftlichsten Verkehrsmittel. Dabei legen Fahrradfahrer im Stadtverkehr zunehmend auch längere Strecken zurück. In Hamburg gibt es aktuell punktuelle Bemühungen, die Verkehrsführung für Radfahrer zu verbessern. Im Alstertal wird 2015 die Alte Landstraße mit einer zusätzlichen Fahrradspur auf der Fahrbahn versehen. Auf der stark befahrenen Hummelsbüttler Hauptstraße, dem Hummelsbütteler Weg oder der Ruscheweyhstraße ist deshalb auch nach Aufhebung der Fahrradnutzungspflicht kaum ein Radfahrer zu beobachten. Stattdessen benutzen Radfahrer weiterhin Radwege, die kaum noch befahrbar sind, so dass sie mehr schaden als nützen.


Günter Busse, verkehrspolitischer Sprecher der Linksfraktion Wandsbek: „Problematisch istdiese Situation auch deswegen, weil nach wie vor die häufigste Unfallursache von Radfahrernauf abbiegenden Verkehr zurückzuführen ist, wie aus der aktuellen Unfallstatistik hervorgeht. Hier wäre die Ausweisung einer gesonderten Radfahrerspur auf der Fahrbahn eine geeignete Maßnahme, um die Unfallzahlen zu reduzieren.“
Für die Linksfraktion völlig unverständlich ist auch, dass die Behörde ideenlos hinsichtlich der Frage agiert, wie durch ein verbessertes Radwegekonzept Menschen zum Umsteigen auf das Fahrrad motiviert werden können. Mit rund 70.000 Fahrzeugen pro Tag ist Hummelsbüttel stark durch Pendlerströme belastet. Abgase und Lärm machen viele Menschen in Hummelsbüttel krank.


„Auch wegen der hohen HVV-Preise und der schlechten Anbindung des Hamburger Nordens an den ÖPNV wäre es sinnvoll, mehr Pendler zur Fahrradnutzung zu motivieren, zumal durch eBikes und verbesserte Fahreigenschaften von Fahrrädern Radfahrer bereit sind, immer größere Distanzen zurückzulegen. Wandsbek braucht eine fahrradfreundlichere Politik!“, so Busse abschließend.


Die Linksfraktion fordert eine fahrradgerechte Fahrplangliederung, Tempo 30 Zonen an Unfallschwerpunkten und gesonderte Ampelsignale für Radfahrer, aber auch eine bessere Aufklärung über die Nutzung der Fahrbahn durch Radfahrer und eine Verkehrsüberwachung, die den Überholabstand zwischen Auto und Fahrrad misst.

 

Hamburg, 08.01.2015