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1. Juni 2010 Jan van Aken

Friedens-Jirga: Nicht Waffen, sondern Worte schaffen Frieden

„Der Westen muss seinen Widerstand gegen Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien in Afghanistan endlich aufgeben“, so Jan van Aken anlässlich der morgen in Kabul beginnende Friedens-Jirga. „Ich hoffe, dass von der Jirga das Signal für eine friedliche Verhandlungslösung ausgeht“, so der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter.

„Die NATO versucht zurzeit, mit immer neuen Offensiven eine bessere Verhandlungsposition herbei zu bomben und torpediert damit einen schnellen Waffenstillstand. Wer den Frieden möchte, darf keinen Krieg führen. Die NATO muss endlich akzeptieren, dass nicht Waffen, sondern nur Worte einen Frieden schaffen können.“

Die Friedens-Jirga in Kabul bietet die Chance, endlich die Waffen schweigen zu lassen und noch in diesem Jahr eine Regierung der nationalen Einheit in Afghanistan zu bilden. Die Jirga soll entscheiden, mit welchen Gruppen Verhandlungen geführt werden sollen. Mit der Hezb-e Islami nimmt eine der wichtigsten oppositionellen Gruppen, wenn auch ohne Stimmrecht, an der Jirga teil.