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25. Mai 2012 Bürgerschaftsfraktion

Fraktionsvorsitzende Dora Heyenn erklärt ihre Kandidatur für Parteivorsitz

Dora Heyenn, Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft und Vorsitzende der Fraktionsvorsitzendenkonferenz, erklärt:

"Ich habe mich entschlossen, für den Vorsitz der Partei DIE LINKE zu kandidieren, um meine Kompetenz und Erfahrung aus jahrelanger parlamentarischer Arbeit in die Partei einzubringen. Ich möchte dazu beitragen, die Kräfte unserer Partei wieder zusammenzuführen für eine erfolgreiche Politik in Bund und Ländern. Ich habe als Gewerkschafterin und enttäuschte Sozialdemokratin an der Gründung der LINKEN mitgewirkt. Und wir haben seitdem wichtige Themen wie z.B. den gesetzlichen Mindestlohn, die Verstärkung der Armut durch Hartz IV, das Ende der Kriegseinsätze in Afghanistan und Steuergerechtigkeit in die öffentliche Diskussion gebracht und uns entschlossen für die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung eingesetzt. Inzwischen ist die Aufbruchsstimmung in der LINKEN leider verflogen und nach sehr erfolgreichen Jahren stehen wir jetzt vor schwierigen Herausforderungen. Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass die Partei sie gemeinsam bewältigen kann. Die Grundlage ist mit dem Erfurter Programm gelegt, das nun in lebendige, anziehende, profilierte Politik umgesetzt werden muss, die Menschen begeistert, daran mitzuwirken.

Die Herausforderungen für den neuen Parteivorsitz liegen in der Parteientwicklung, der Strategiebildung insbesondere im Hinblick auf die nächsten Bundestagswahlen und darin, die Kampagnenfähigkeit der Partei zu verbessern. Für all diese Aufgaben ist das Wissen und Können, die Leidenschaft und das Engagement aller Parteimitglieder und der vielen Menschen, die ihre Hoffnungen auf DIE LINKE setzen, der größte Schatz, den die Parteiführung gemeinsam heben muss. Ich kandidiere ausdrücklich als Einzelbewerberin und ohne Bedingungen. Ich kann und will mit jeder und jedem arbeiten.

Es reicht nicht, in der LINKEN von Pluralität nur zu reden - wir müssen sie auch leben."