Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
23. Juni 2011 Bürgerschaftsfraktion

Flüchtlingslager Nostorf/Horst: LINKE fordert die Kündigung der Verwaltungsvereinbarung mit Mecklenburg-Vorpommern

Heute wird in der Hamburgischen Bürgerschaft über den Antrag der Fraktion DIE LINKE (Drs. 20/745) beraten und entschieden. Darin wird die Kündigung der Verwaltungsvereinbarung zwischen Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern gefordert. Die Tatsache, dass es sich hierbei um Flüchtlinge handelt, die in Hamburgs Zuständigkeit fallen, spricht dafür, diese Menschen nicht außerhalb Hamburgs zu unterbringen. Zudem herrschen im Flüchtlingslager Nostorf/Horst katastrophale Zustände - die gesundheitliche Versorgung ist mangelhaft, psychische Betreuung und Schulbildung für Kinder fehlt, und sie müssen von Hamburg entfernt von der Gesellschaft isoliert leben.

Mehmet Yildiz, der migrations- und flüchtlingspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE erklärt dazu: "Ich habe mehrmals das Flüchtlingslager Nostorf/Horst besucht und bin über das, was ich dort gesehen habe, erschrocken. Es ist nicht zumutbar, dass Menschen unter solchen menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen. Zumal es hier um Menschen handelt, die vor dem Elend in ihren Heimatländern geflohen sind. Haben sie die vielen Risiken und Gefahren auf sich genommen, um hier wie Gefangene isoliert von der Gesellschaft zu leben? Ein trauriger Höhepunkt war die Totgeburt einer hochschwangeren Frau, die an Blasensprung litt."

DIE LINKE hält eine weitere Unterbringung der Flüchtlinge in Nostorf/Horst nicht für vertretbar, die Kündigung der Verwaltungsvereinbarung zwischen Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ist zwingend notwendig.

"Deswegen sagen wir Nein zum Flüchtlingslager Nostorf/Horst. Alle Hamburger Flüchtlinge müssen in Hamburg untergebracht werden. Eine weitere Unterbringung von Flüchtlingen in diesem Lager ist aufgrund der dort herrschenden Umstände nicht vertretbar. Menschlichkeit und unsere Verantwortung gebietet uns, die Unterbringung Hamburger Flüchtlinge dort zu beenden", schließt Mehmet Yildiz.

Dateien:
Antrag_20-745_Horst.pdf14.2 K