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12. Juli 2015 Bürgerschaftsfraktion

Fast jede dritte Schulsporthalle in Hamburg ist sanierungsbedürftig

Ein großer Teil der Hamburger Schulsporthallen ist baufällig und nur teilweise oder gar nicht benutzbar. Das geht aus der Antwort auf eine Große Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft hervor. Von den insgesamt rund 590 städtischen Schulsporthallen sind demnach 186, also praktisch ein Drittel, in sanierungsbedürftigem Zustand.

„Nicht nur die Schulen, auch unzählige Sportvereine unserer Stadt sind auf diese Hallenangebote für ihr Training angewiesen“, erklärt Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion. „Sie derart im Stich zu lassen, ist wahrhaft unolympisch. Für einen Bruchteil dessen, was Herr Scholz allein für die Olympia-Bewerbung auszugeben angekündigt hat, wäre der Missstand zügig abzustellen. Aber dafür hat man offenbar kein Geld und keinen Sinn!“

Zwar hat der Schulsenator jetzt angekündigt, bis 2019 in Hamburg 95 neue Sporthallen mit 129 Hallenfeldern bauen zu wollen. Bei genauerem Hinsehen allerdings entpuppt sich dieser Plan als Mogelpackung. Yildiz: „Hier werden Zahlen von Sanierungen und Neubauten vermischt, um die eigentliche Misere ins Positive umzudeuten.“ Tatsächlich werden bis zum Ende der Legislaturperiode lediglich 39 Hallen mit 70 neuen Feldern neu entstehen – so steht es im aktuellen Newsletter der Schulbehörde. „Für diese Regierung, die nicht genug betonen kann, wie sehr der Sport ihr angeblich am Herzen liegt, ist das wirklich beschämend wenig“, sagt Yildiz.

Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, kommentiert die Senatspläne so: „Wer Feuer und Flamme für Olympia sein will, aber beim Schulsport spart, hat nicht begriffen, wo Begeisterung für den Sport entsteht.“ Denn die 186 sanierungsbedürftigen Hallen sind laut Senatsauskunft teilweise nur eingeschränkt, teilweise sogar gar nicht benutzbar. Angesichts einer so desolaten Lage hat sie für die Zahlentricks des Senators keinerlei Verständnis. „Wir wissen von zahlreichen besorgten Eltern und auch aus Schulkreisen, dass immer wieder Sportstunden in Hamburgs Schulen ausfallen, weil nicht genügend Sporthallen vorhanden oder nutzbar sind. Das legen auch die Fakten aus unserer Anfrage ganz deutlich offen. Jetzt sind Ehrlichkeit und rasches Handeln gefragt.“

Die Große Anfrage „NOlympia für Hamburg! Hamburg braucht kein Olympiastadion, sondern Schulsporthallen!“ (Drs. 21/732)  finden Sie im Anhang dieser Pressemitteilung.