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3. April 2014 Sabine Wils

Fahrzeuglärm: Länger laut

Sabine Wils, MdEP DIE LINKE. im Europaparlament und Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Das Europäische Parlament hat eine Verordnung über Geräuschpegel von Kraftfahrzeugen angenommen. Hierzu erklärt Sabine Wils, MdEP DIE LINKE. im Europaparlament und Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit:

"Es bleibt länger laut auf und neben den Straßen in der EU - dabei macht  Verkehrslärm viele Menschen krank: 44% der EU Bürger sind einer Studie zu Folge Verkehrslärm in zum Teil erheblich gesundheitsschädlicher Lautstärke ausgesetzt. Doch die neue Verordnung für  Fahrzeuglärm bleibt weit unter dem Notwendigen zurück, um für diese Millionen von Menschen eine schnelle Besserung zu erwirken. Die Verordnung ist viel  industriefreundlicher als der ursprüngliche Vorschlag der europäischen Kommission, was bei der Macht der Auto-Lobby kaum verwunderlich ist. Bis 2027 sollen nun Autohersteller Zeit haben, ihre Neuwagen um 2,6 dB leiser zu machen als in der Lärmverordnung von 1996 beschlossen wurde. Ein Wert, der schon heute von fast einem Viertel der PKW und einem Drittel der LKW erreicht wird. Das ist ganz und gar nicht ambitioniert und zeigt, dass sich im Lobbyismus-anfälligen EU-Gesetzgebungsprozess im Zweifel stets die Interessen der Auto-Industrie durchsetzen."

"Der Auto-Industrie freundliche Rat und besonders Deutschland sowie eine Mehrheit der Europäischen Abgeordneten haben in der Verordnung weitere Verwässerungen untergebracht: Bei Klassifizierungs-Messungen der Geräusche von Neuwagen dürfen geräuschärmere Reifen mit geringer Profiltiefe verwendet werden, und eine für alle Verbraucher sichtbare Lärminformation bei Autohändlern ist in der Verordnung sehr unverbindlich geregelt. Schließlich ist von den Auto-Freunden verhindert worden, dass eine verpflichtende Erarbeitung einer Straßenklassifizierung in die Verordnung integriert wird. Damit hätte man den Umbau hin zu geräuscharmen Straßenoberflächen unterstützen können" so Wils abschließend.