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6. Februar 2013 Sabine Wils

Europäisches Parlament verhindert Reduktion von Verkehrslärm

Sabine Wils, MdEP DIE LINKE, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, zu der Abstimmung über den Geräuschpegel von Kraftfahrzeugen:

"Die neuen Grenzwerte für die Lärmemissionen von Kraftfahrzeugen bieten zu wenig Schutz und treten viel zu spät in Kraft. 210 Millionen Europäer  sind einem Verkehrslärm ausgesetzt, der 55 Dezibel übersteigt, viele auch nachts. Das Europäische Parlament hat seine Pflicht nicht erfüllt, die Betroffenen vor Verkehrslärm effektiv zu schützen."

Lärm verursacht laut WHO neben Hörproblemen und Schlafstörungen auch Stress, Herzkrankheiten und führt zu Lernproblemen bei Kindern.

"Bereits eine kleine Reduzierung des Lärms hat eine große positive Wirkung. Obwohl die entsprechende Technik existiert, schiebt das Europäische Parlament mit seiner heutigen Entscheidung die dringend notwendige Reduzierung des Geräuschpegels unnötig auf. Erst in frühestens 6 Jahren müssen die Hersteller ihre Fahrzeuge leiser machen", erläutert Wils.

"Die Autolobby hat mal wieder ihren Einfluss geltend gemacht. Die Lärmschutzziele wurden aus Profitgründen nach unten geschraubt. Die Leidtragenden sind viele Menschen, die dem Lärm von Kraftfahrzeugen hilflos ausgesetzt sind", so Wils abschließend.