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3. Januar 2011 Bürgerschaftsfraktion

Erster Kältetoter in Hamburg – was unternimmt der Senat?

In Hamburg ist in der Neujahrsnacht der erste Obdachlose in diesem Winter erforen. Der Senat hatte Anfang Dezember den Bunker unter dem Hachmannplatz als „Erfrierungsschutzraum“ eingerichtet, da die im Winternotprogramm bereitgehaltenen Plätze nicht ausreichten. Die Fraktion DIE LINKE hatte mit einer Anfrage an den Senat aufgeklärt, dass der Bunker nicht beheizt wird und die Höchsttemperatur dort 15 Grad beträgt.

Dazu erklärt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE Dr. Joachim Bischoff: „Wir hatten bereits öffentlich angemahnt, dass sich Menschen, die auf der Straße leben, aufwärmen müssen und mit unbeheizten Räumen auch abgeschreckt werden. Es muss jetzt dringend aufgeklärt werden, wie sich das Angebot für die Obdachlosen schnell verbessern lässt. In Anbetracht der prekären Situation im Notbunker mit der Verdreifachung der Belegungszahlen und den erschreckenden Augenzeugenberichten über die dortigen Zustände muss sofort etwas dafür getan werden, dass kein obdachloser Mitbürger mehr im Freien schlafen muss.

Die Fraktion wird aufklären, was der Senat bislang unternommen hat, um die bestehenden Angebote auch bei den betroffenen Menschen bekannt zu machen und den Zugang möglichst barrierefrei einzurichten. Weiterhin werden wir Aufklärung darüber einfordern, welche weiteren Sofortmaßnahmen getroffen werden sollen. Die Fraktion DIE LINKE wird daher eine weitere schriftliche Anfrage an den Senat stellen, um die momentane Situation bei der Notversorgung von Obdachlosen in Hamburg aufzuklären.

Es darf auf keinen Fall einen weiteren Kältetoten geben, nur weil es an Angeboten fehlt oder diese so schlecht sind, dass die Betroffenen lieber im Freien schlafen als in unbeheizten ‚Erfrierungsschutzräumen’“, schließt Bischoff.