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2. Februar 2010 Bürgerschaftsfraktion

Ergebnisse der Bürgerbefragung Sport

Hamburg ist den ersten Ergebnissen einer Befragung der Hamburger Bevölkerung (über einem Alter von zehn Jahren) und von Sportvereinen im Rahmen der Sportentwicklungsplanung zufolge die "sportlichste Stadt Deutschlands". Hamburg liegt mit über 80 Prozent sportaktiven BürgerInnen vor München (75 %), Berlin (72 %) und Köln (58,8 %). Anders als in anderen deutschen Städten sind Hamburgerinnen und Hamburger mit Migrationshintergrund fast genauso sportaktiv wie die deutsche Wohnbevölkerung und auch Frauen nahezu ebenso sportlich wie Männer. Die begehrtesten Sportarten sind Laufen, Fitness, Radfahren, Schwimmen und Aerobic/Gymnastik. Mehr als die Hälfte aller sportlichen Aktivitäten sind privat organisiert und finden in der Natur oder auf der Straße statt. Gesundheit, Fitness und das Zusammensein sind die wesentlichen Motive für das Sporttreiben der Hamburgerinnen und Hamburger.

Dass in Hamburg sportliche Aktivitäten und Bewegungskultur stark verankert sind, ist durch die Ergebnisse der Befragung eindringlich belegt worden. Weit über die Hälfte der Befragten unterstreichen, dass sie für ihre sportlichen Aktivitäten keinen organisierten Rahmen benötigen, sondern sie mit ihren eigenen Ressourcen ausüben können. Für Kinder und Jugendliche sind hingegen organisierte Sportangebote unverzichtbar.

Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Dr. Joachim Bischoff: "Überraschend sind auch die überwiegend positiven Wertungen in der allgemeinen Befragung und den Auskünften seitens der Vereine über den Zustand der Sportstätten. Zu Recht betonen die Verantwortlichen für die Sportentwicklungsplanung, dass hier vertiefte Auswertungen und ergänzende Studien herangezogen werden müssen. Die erste Auswertung der Befragung der Vereine spiegelt auch den Eindruck wieder, dass es doch erhebliche finanzielle und personelle Engpässe gibt. Darunter die Problematik der Lehrschwimmbecken, katastrophale Lage beim Schwimmunterricht insbesondere in sozial schwachen Vierteln, den Stellenabbau bei Platzwarten und die lange überfällige datengestützte Sportstättenvergabe. Gerade für den Sport in Hamburg gilt auch, dass es einen deutlichen Wettbewerb zwischen Vereinen und gewerblichen Sportanbietern gibt."

Das Projekt 'Sportentwicklungsplan' bietet die Chance zu einer deutlichen Verbesserung der Sportmöglichkeiten zu kommen. Die ersten Ergebnisse lassen auch erkennen, dass die Veränderungen im Bildungssystem (G8, Ganztagsschule) das Organisationsgefüge im Kinder- und Jugendsport tiefgreifend verändern werden. Es gibt keinen Anlass sich auf den positiven Ergebnissen auszuruhen. Hamburg braucht auch gerade im Bereich des Kinder- und Jugendsport weitere Impulse. Das Fundament einer sportaktiven Stadt muss weiter entwickelt werden und über die Bewegungskultur einen Beitrag zur sozialen Anerkennung aller BürgerInnen zu leisten.