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31. März 2009 Bürgerschaftsfraktion

Entwicklungsstudie Universität: Ein weiterer milliardenschwerer Leuchtturm

Anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse der Entwicklungsstudie begrüßte wissenschaftspolitische Sprecherin Dora Heyenn, dass sich Frau Gundelach zumindest formal an die im Wissenschaftsausschuss mehrfach angemahnte ergebnisoffene Diskussion hält. Ganz im Gegensatz zur Universitätspräsidentin, die aus ihrer Bevorzugung der Abriss- und Umzugslösungen keinen Hehl machte

"Insgesamt zeigt sich jedoch erneut die Handschrift des schwarz-grünen Senats: Privatisierungen, Gründstücksverkäufe und der Hang zu teuren Leuchtturm-Projekten", kritisiert Heyenn. "Die Zielvorstellung Drittmittel zu verdoppeln, lehnt DIE LINKE entschieden ab. Das ist ein weiterer Angriff auf die Freiheit der Wissenschaften und verstärkt die Abhängigkeit von der Wirtschaft. Die Aussagen des Bürgermeisters, keine weiteren Privatisierungen vorantreiben zu wollen und die Kritik Rechnungshofes an ÖPP-Projekten scheinen in der Behörde noch nicht angekommen zu sein. Für die Umzugszenarien ist eine privatwirtschaftliche Beteiligung vorgesehen."

Auf den ersten Blick lässt die Studie viele Fragen offen und konkrete Hinweise vermissen. Die Vorraussetzungen auf denen die Ergebnisse beruhen sind nicht transparent. Wenn der Flächenbedarf der Universität genauso sorgfältig ermittelt wurde wie bei der HafenCityUniversität, sind die Zahlen alles andere als verlässlich.

DIE LINKE begrüßt, dass das Versäumnis unter Senator Dräger das alte Postgebäude nicht zu kaufen nun korrigiert werden soll. Die Teilverlagerung der Universität, d.h. die Ansiedlung der MIN-Intstitute auf den Kleinen Grasbrook ist finanzpolitischer Irrsinn. Auf Nachfrage erklärte die Senatorin, dass auch das kürzlich für knapp 100 Mio. Euro in Eimsbüttel fertig gestellte Klimarechenzentrum verlagert wird.

DIE LINKE hofft, dass sich die Hamburger/innen intensiv an dem Dialog über die Zukunft der Universität beteiligen