Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
10. September 2014 Fraktion Wandsbek

Enthüllung der Werner-Otto-Straße

Linksfraktion kritisiert Umbenennung der „Wandsbeker Straße“ in „Werner Otto Straße“

Auf Wunsch des SPD-Senats wird die „Wandsbeker-Straße“ in „Werner-Otto-Straße“ benannt. 

Am 04. September findet die offizielle Enthüllung mit Frau Senatorin Kissler und Herrn Michael Otto statt.

Die Linksfraktion Wandsbek hat als einzige Fraktion dagegen gestimmt und kritisiert die Umbenennung aus verschiedenen Gründen. Das Verfahren der Umbenennung wurde intransparent und ohne Beachtung der sonst üblichen Fristen durchgeführt.

 

Julian Georg, Fraktionsvorsitzender: „ Hier wird ein Wunschprojekt des SPD-Senats im Hau-Ruck-Verfahren durchgesetzt. Es besteht keine Notwendigkeit die Wandsbeker Straße umzubenennen, käme der Vorschlag aus der Bevölkerung hätte der Senat den Vorschlag mit Verweis auf die Unzulässigkeit abgelehnt. Der Senat aber nimmt sich Sonderrechte raus. Das Verfahren ist völlig intransparent und hat mit Bürgerbeteiligung nicht zu tun.“

 

Auch inhaltlich widerspricht die Linksfraktion der Entscheidung, eine Straße nach einem Wirtschafts-Mäzen zu benennen.

 

„Es gibt viele Menschen, die im alltäglichen Leben über ihre Möglichkeiten hinausgehen und sich ehrenamtlich und selbstlos für ihre Mitmenschen engagieren. Geehrt wird aber eine Person, die viel Geld hat und davon welches spendet. Es wäre viel sinnvoller, Menschen zu ehren, die mit ihrem Engagement den sozialen Zusammenhalt, die Integration und das friedliche Miteinander in unserer Gesellschaft fördern. Zudem würde es dem Bezirk gut zu Gesicht stehen, Straßen nach Frauen zu benennen, die sich im Kampf für soziale Gerechtigkeit oder gegen den Faschismus engagiert haben und nicht nach einem Wirtschaftsboss.”, so Georg abschließend.

 

DIE LINKE. setzt sich für echte Bürgerbeteiligung ein und fordert, die AnwohnerInnen offen und transparent einzubeziehen. DIE LINKE. wird sich auch in Zukunft dafür einsetzen, verstärkt weibliche Straßennamen zu vergeben.