Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
24. August 2011 Bürgerschaftsfraktion

Elbphilharmonie: Wieder Kostensteigerungen, wieder unklare Verhältnisse - LINKE fordert Transparenz

Mit einer Schriftlichen Kleinen Anfrage will die Fraktion DIE LINKE das Geschehen um die Planung und Genehmigung der Fassadenreinigung der Elbphilharmonie aufklären. "Die Fassadenreinigung ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie die falschen Entscheidungen, die in der Vergabephase des Projekts getroffen wurden, heute zu Kostensteigerungen führen und vom Generalunternehmer genutzt werden, um die Stadt vorzuführen", erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE.

Damals ersetzten die Projektverantwortlichen die unzulängliche Planung für eine Befahranlage durch eine vermeintlich billigere, aber ebenfalls unzulängliche Planung für ein Fassadenkletterer-Konzept. Dessen Ausgestaltung und Genehmigung dauerte nicht nur viereinhalb Jahre. Sie bietet jetzt außerdem dem Generalunternehmer Hochtief Anlass, Bauverzögerungen zu Lasten der Stadt geltend zu machen. "Hier sind viele Fragen offen", erklärt Hackbusch, "Öffentlichkeit und Parlament wollen Verantwortlichkeiten und Zusammenhänge erfahren."

Als Konsequenz aus dem Debakel um das Thema Fassadenreinigung fordert DIE LINKE erneut Transparenz und eine offene Informationspolitik für das Projekt Elbphilharmonie: "Der SPD-Senat knüpft nahtlos da an, wo CDU und GAL aufgehört haben: Er lässt sich jede Information einzeln aus der Nase ziehen", so Hackbusch. "Er verhandelt lieber vertraulich mit Adamanta, als den BürgerInnen und dem Parlament freiwillig reinen Wein einzuschenken und zu erklären wie die Dinge am Millionengrab Elbphilharmonie wirklich stehen."

DIE LINKE nutzt die heutige Aktuelle Stunde der Bürgerschaft, um die SPD-Regierung an ihre politische Verantwortung zu erinnern. "Gegenüber dem einstmaligen Hochglanz-Projekt Elbphilharmonie empfinden die meisten HamburgerInnen inzwischen großes Misstrauen und fühlen sich ausgeliefert. Es ist die Aufgabe der Kulturbehörde, hier mit einer Kultur der Transparenz und der offenen Informationspolitik gegen zu steuern", so Norbert Hackbusch.