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11. September 2008 Fraktion Wandsbek

Dramatischer Rückgang bei Sozialwohnungen

So sank die Zahl der Sozialwohnungen in Wandsbek von 51.600 Wohnungen im Jahr 1994 auf nur noch 30.200 im Jahr 2006. Das ist ein Rückgang um über 40% in 12 Jahren. Besonders stark ist der Rückgang im Stadtteil Wandsbek von ehemals 4200 Wohnungen auf nun 1200, in Sasel von 500 auf nun nur noch 40, in Eilbek von 2000 auf noch 400 oder in Rahlstedt von 14250 auf nur noch 8050 Wohnungen.  

Vasco Schultz(31), Sprecher für Soziales der Wandsbeker Linksfraktion dazu: „Während die soziale Not steigt, wie beispielsweise der jüngste  Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung enthüllt hat, sinkt gleichzeitig die Zahl der Sozialwohnungen. Das ist ein Missverhältnis, das dringend umgekehrt werden muss: Wir brauchen mehr sozialen Wohnungsbau!“

Die Situation auf dem sozialen Wohnungsmarkt  wird sich in Zukunft weiter verschär-fen. Denn in den nächsten Jahren werden weiter Sozialwohnungen verschwinden: Bis 2015 werden in Wandsbek weitere 8778 Wohnungen aus der Sozialbindung herausfallen. Besonders betroffen sind hier die Gebiete Jenfeld mit 2794 Wohnungen – 2161 davon gehören der SAGA, Steilshoop mit 1646 Wohnungen – 1349 davon im Besitz der GAGFAH und Rahlstedt mit 2580 Wohnungen – 1926 davon Eigentum der SAGA.

Das Auslaufen der Sozialbindung bedeutet für die Mieter meistens nichts Gutes: So wurden von der SAGA Mieter in Rahlstedt-Großlohe gezielt durch drastische Kostener-höhungen zum Auszug gezwungen, um die Wohnungen meistbietend an Privatpersonen zu verkaufen. Dies wird voraussichtlich auch bei weiteren Wohnungen in Rahlstedt und Jenfeld passieren. Problematisch auch die Situation in Steilshoop, denn die GAGFAH ist inzwischen Eigentum des US-Immobilienfonds „Fortress“. Ende Mai wurde bekannt, dass Fortress sich von 6,6% seines Aktienanteils an der GAGFAH getrennt hat.

„Damit sind die Wohnungen vieler Menschen und Familien mit Kindern inzwischen endgültig zum Spekulationsobjekt an der Börse geworden. Es steht zu befürchten das ganz im Sinne des shareholder-value-Prinzips der letzte Cent aus den Bewohnern he-rausgepresst werden soll.“, so Vasco Schultz weiter.
Konzepte oder Zahlen für weiteren sozialen Wohnungsbau bleibt der Senat in seiner Antwort schuldig.

Die Wandsbeker LINKE fordert das Wandsbeker Bezirksamt auf, in den anstehenden Gesprächen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt über eine  Zielvereinbarung zum Wohnungsbau in Wandsbek, den sozialen Wohnungsbau besonders zu bedenken.

Vasco Schultz betont: „Der Bestand an Sozialwohnungen in Wandsbek muss mittelfristig gehalten und langfristig gesteigert werden. Nur so können wir der wachsenden Armut begegnen und genügend Wohnungen für alle Menschen bereit stellen: Für die Wohlhabenden genauso, wie für die Menschen in sozialen Problemlagen.“

Für Rückfragen: Vasco Schultz unter Telefon: 0173-58 408 37