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16. April 2012 Bürgerschaftsfraktion

Doppelrennbahn in Horn: 40 Millionen Euro Subventionen für Millionärssport - im Sozialbereich wird gekürzt

Laut Hamburger Abendblatt will der Senat 40 Millionen Euro für den Bau einer Doppelrennbahn in Hamburg-Horn ausgeben. Finanziert werden soll das schon vom Vorgängersenat beerdigte Projekt durch den Erlös aus dem Verkauf der Bahrenfelder Trabrennbahn.

Dazu erklärt Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin in der Bürgerschafsfraktion DIE LINKE: "Es ist schon zynisch, dass angesichts der harten Sparvorgaben von rund 50 Millionen Euro allein im Sozialwesen, die für viele stabilisierende Einrichtungen das Ende bedeuten, einer nicht gerade bedürftigen Minderheit für 40 Millionen eine Doppelrennbahn spendiert werden soll."

Es besteht ein dringender Bedarf an Sozialwohnungsbau, welcher nicht zuletzt auf dem in Bahrenfeld frei werdenden Gelände mit einem anvisierten Mindestanteil von 30 % realisiert werden soll. Da durch den Verkauf der Bahrenfelder Trabrennbahn jedoch der Erlös im Vordergrund steht, ist mehr als fraglich, ob das tatsächlich umgesetzt wird.

Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, kritisiert: "Der Pferderenn- und -wettsport hat seit Jahren rückläufige Zuschauerzahlen und ist bereits durch die Totalisatorsteuer hoch subventioniert. Jetzt kämen noch einmal 40 Millionen hinzu! Dabei wurden gerade in den vergangenen zwei Jahren die Bahrenfelder Rennbahn für 2 Millionen saniert."

Die Horner Rennbahn ist Naherholungsgebiet und Freizeitstätte für die meist einkommensschwache und sozial belastete Bevölkerung vor Ort. Mit der angekündigten Förderung des Radsports auf der Fläche ist es deshalb nicht getan. Es geht darum, das Gelände für alle offen, zugänglich und als Naherholungsgebiet für den Stadtteil zu erhalten und weiterzuentwickeln.

"Eine Doppelrennbahn für 40 Millionen ist das Letzte, was Hamburg braucht", schließt Mehmet Yildiz.