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15. Januar 2012 Pressestelle

DIE LINKE fordert die Schließung des Flüchtlingslagers Nostorf/Horst!

Über 300 Menschen versammelten sich am Samstagmittag vor dem Flüchtlingslager Nostorf/Horst in Mecklenburg-Vorpommern, unter ihnen viele Bewohnerinnen und Bewohner des Lagers. Mit Kaffee und Kuchen, mit Spielen für die Kinder und mit einem Berg warmer Kleidung haben verschiedene Flüchtlingsorganisationen aus Hamburg den BewohnerInnen und Bewohnern des Lagers ihre Solidarität entgegengebracht. In einer Kundgebung in sieben Sprachen forderten sie die sofortige Verbesserung der Lebenssituation der Flüchtlinge und Schließung des Lagers noch in diesem Jahr.

Karin Haas, eine der Landessprecherin und Migrationspolitische Sprecherin der LINKEN, sprach in Nostorf ausführlich mit einer fünfköpfigen Roma- Familie aus Belgrad. Sie war Anfang November nach Hamburg gekommen, da sie Diskriminierungen ausgesetzt war. Sie war in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Sportallee untergebracht. Drei Wochen später wurde sie mit dem Hinweis, eine Wohnung zu bekommen, ins Lager Nostorf gebracht. Sie beklagten das schlechte Essen und die unzureichende medizinische Versorgung. Selbst kochen dürften sie nicht. Sie wohnten eng zusammengepfercht in Wohnblocks mit 100 Personen, für die nur zwei Toiletten zur Verfügung stünden. Sie fühlten sich isoliert, eingesperrt und unwürdig behandelt und möchten nach Hamburg zurück, ihre Kinder sollen in Hamburg zur Schule gehen.

Genau das hatte nach einem Hungerstreik wegen der unzumutbaren Zustände im Lager Nostorf im September 2010 die schwarzgrüne Regierung beschlossen. Karin Haas: „Hamburg wollte 2012 den Vertrag mit Mecklenburg-Vorpommern auslaufen lassen und alle Flüchtlinge sollten in Hamburg untergebracht werden. Wie die LINKE,  so hatte auch die SPD dieses in der Opposition gefordert. Jetzt verhandelt der SPD-Senat um eine Verlängerung der Nutzung in Nostorf/Horst, da die Zahlen der ZuwandererInnen gestiegen sind. Das ist Wortbruch und nicht hinnehmbar. 71 Kinder leben wieder im Lager, aber sie haben ein Recht auf Bildung und ihre Familien ein Recht auf menschenwürdige Unterbringung. Die LINKE fordert den sofortigen Abbruch der Verhandlungen und eine angemessene Unterbringung der Flüchtlinge in Hamburg!“