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23. Juli 2008 Bürgerschaftsfraktion, AG Umwelt, Energie & Verkehr

DIE LINKE.Hamburg begrüßt Klimacamp

Vom 15. - 24.8.08 wird ein breites Bündnis außerparlamentarischer Organisationen das Klimacamp Hamburg durchführen (www.klimacamp08.net). Die VeranstalterInnen erwarten mehrere Tausend vorwiegend junger Leute.

Im Klimacamp sollen die globale Erwärmung und ihre Ursachen diskutiert werden. "Die Erwärmung der Atmosphäre ist kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis einer Wirtschaftsform, die auf Profit und Wachstum beruht", stellt die Vorbereitungsgruppe zutreffend fest.

Aber es soll nicht nur diskutiert, sondern auch gehandelt werden. In Aktionen wollen die Aktivisten des Camps die Verursacher der globalen Erwärmung anprangern. Dazu gehört in erster Reihe der Vattenfallkonzern, der immer noch die Absicht hat, in Moorburg ein riesiges Steinkohlekraftwerk zu errichten, das die CO2-Emissionen Hamburgs auf einen Schlag um 40% erhöhen würde. Als konkrete Widerstandsaktion ist auch eine Bauplatzbesetzung geplant.

Gilbert Siegler, Sprecher der AG Umwelt, Energie und Verkehr stellt dazu fest:

"Es ist gut, dass die Tradition der Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm mit dem Klimacamp aufgenommen wird. In der Tat müssen die Hauptverursacher des Klimawandels beim Namen genannt werden: Die Energie-, Chemie, Auto- und Flugzeugkonzerne, deren einflussreiche VertreterInnen in Politik und Verwaltungen bislang nahezu jeden wirksamen Klimaschutz verhindert haben. Der Umgang der Hamburger Regierungsparteien mit dem Antrag Vattenfalls auf Bau eines 1680 MW-Kohlekraftwerkes ist ein beredetes Beispiel.

Die Absicht, auch mit konkreten Aktionen gegen die herrschende Klimapolitik zu protestieren, begrüßen wir sehr. Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Folgen für das Klima keine Kriterien von Bewilligungsverfahren für Kraftwerke sein sollen. 'Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht' hieß es schon vor Jahrzehnten in der Anti-AKW-Bewegung. Daran sollte die Bewegung gegen das geplanten Kohlekraftwerke in Moorburg und anderswo anknüpfen."