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1. April 2009 Landesvorstand

DIE LINKE zum heutigen Protest der Lehrkräfte: 2000 Junge einstellen, dafür Alte entlasten!

Die LINKE Hamburg unterstützt nachdrücklich den heutigen Protest der pädagogischen Kräfte an den Schulen, den Alten wieder eine Altersentlastung und die Möglichkeit zur Altersteilzeit einzuräumen und dafür im selben Entlastungsumfang vermehrt junge Lehrkräfte einzustellen.

Dazu erklärt Karin Haas, Landessprecherin der LINKEN: „Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem es keine Altersentlastung gibt. Stattdessen soll das Pensionseintrittsalter auf 67 Jahre hochgesetzt werden. Im Jahr 2000 wurde die Altersentlastung gestrichen, später die Altersteilzeit beseitigt. Das bedeutete für Ältere eine Arbeitszeitverlängerung von bis zu sechs Stunden in der Woche. Hamburg hat eines der höchsten Durchschnittsalter bei Lehrkräften: 55,2 % sind älter als 50 Jahre! Ein arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Skandal, dass der schwarzgrüne Senat es rundweg abgelehnt hat, mit den Gewerkschaften darüber auch nur zu sprechen!“

Horst Bethge vom Bundessprecherteam der BAG Bildungspolitik ergänzt: „Die LINKE begrüßt es, dass sich die KollegInnen das nicht gefallen lassen und auf die Strasse gehen. Dass Schüler und Studenten demonstrieren, kennt man. Dass die Alten auf die Strasse gehen ist neu. Das unterstützt die LINKE schon deshalb, weil sie bundesweit gegen die Erhöhung des Renten- und Pensionseintrittsalters auf 67 Jahre eintritt. Es macht keinen Sinn, dass Junge arbeitslos vor der Tür stehen und die Alten bis zum Umfallen mehr arbeiten müssen. Darum ist die Forderung der GEW berechtigt, 1000 LehrerInnen pro Jahr neu einzustellen, um die Ausscheidenden zu ersetzen und 1000 weitere, um die Verschlechterungen der letzten Jahre abzubauen. Die Regierenden können nicht immer in Sonntagsreden die Bedeutung der Bildung herausstellen, Mittel für den Bau von Kitas und Schulen bereitstellen und die darin Arbeitenden leer ausgehen lassen.“

Karin Haas und Horst Bethge fordern Ole von Beust und Christa Goetsch auf: “Investiert in die Köpfe, nicht nur in Beton, denn mit denen müssen die erforderlichen Bildungsreformen vor Ort gemacht werden“.