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4. März 2012 Bürgerschaftsfraktion

DIE LINKE fordert zum Internationalen Frauentag: Frauenhäuser finanzieren und Gleichstellung jetzt

„Gewalt gegen Frauen ist immer noch alltäglich und laut UN das größte Gesundheitsrisiko für Frauen. Trotzdem im Opferschutz den Rotstrich anzusetzen ist fatal. Der SPD-Senat muss dringend Partei ergreifen: für Frauen und für Frauenhäuser“, fordert Kersten Artus, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Gestern, am 3. März, nur wenige Tage vor dem Internationalen Frauentag, dem 8. März, demonstrieren Frauenhausmitarbeiterinnen ihren Unmut über die jahrelangen Kürzungen. Vor der Europapassage haben sie Zelte und Strandmuscheln aufgebaut. Damit soll die Not von Frauen symbolisiert werden, die keinen Frauenhausplatz bekommen können, der ihrer Situation entspricht.

Dazu Artus weiter: „Manche Frauen müssen dringend aus ihrem Stadtteil oder ihrer Stadt und brauchen einen größeren Schutzradius, als andere. Darauf müssen die Frauenhäuser reagieren können. Deswegen bedarf es einer gesicherten Finanzierung. Dass nun die Häuser in Schleswig-Holstein schließen müssen, weil Frauen aus Hamburg dort Zuflucht gefunden haben, ist eine Farce. Mindestens 70 Plätze fehlen für Schleswig-Holstein und Hamburg. Wir fordern vom SPD-Senat, sich nach einem Jahr endlich an seine Wahlversprechen zu erinnern und zu handeln.“

Kersten Artus setzt sich bereits seit mehreren Legislaturperioden für den Erhalt und Ausbau der Frauenhäuser ein. Auch fordert sie die konsequente Einführung des Gender Budgetings und guter Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen: „Frauen, die Unterschlupf im Frauenhaus suchen, haben oft massive Probleme, ökonomische Unabhängigkeit zu erlangen. Auch die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt ist nicht unbedeutend. Unsere Anträge fordern eine konsequente Berücksichtigung der Auswirkungen von Politik auf die Geschlechter. 101 Jahre nach Ausrufung des Frauentages muss die tatsächliche Gleichstellung endlich Realität werden – und zwar jetzt!“