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22. Oktober 2009 Bürgerschaftsfraktion

DIE LINKE fordert die Entfernung von zwei Hakenkreuzen am Vereinshaus des Eimsbütteler Turnvereins (ETV)

Die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert den Eimsbütteler Turnverein (ETV) auf, die zwei antisemitischen und völkischen Turnerkreuze in Form von Hakenkreuzen an ihrem Vereinshaus in der Hohen Weide unverzüglich zu entfernen.

Christiane Schneider, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

„DIE LINKE fordert den Vorstand des ETV auf, die antisemitischen und völkischen Turnerkreuze in Form von Hakenkreuzen sofort zu entfernen. Es ist allerhöchste Zeit, dass der ETV sein Archiv öffnet und eine Historikerkommission einsetzt, damit die NS-Geschichte des Vereins umfassend aufgear­beitet wird.“

Der Vorstand des ETV weigert sich seit Jahren, die Hakenkreuze zu entfernen. Deshalb begrüßt die LINKSFRAKTION die Strafanzeige von engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Rechtsanwält-Innen gegen den ETV.

Namentlich unterzeichnet haben die Strafanzeige Cornelia Kerth, Bundesvorsitzende der Vereinigung Verfolgter des Naziregimes, Ernst Krefft, Hamburger Bündnis gegen Rechts, Bela Rogalla, LAG Grundrechte und Demokratie der Partei DIE LINKE, Andreas Beuth, Rechtsanwalt, Martin Klingner, Rechtsanwalt, Marc Meyer, Rechtsanwalt, Sigrid Töpfer, Rechtsanwältin und Mark Nerlinger, Rechtsanwalt.

Die Strafanzeige gegen den ETV wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach § 86a StGB sowie wegen weiterer in Frage kommender Strafgesetze, die die Billigung und Verharmlosung der nationalsozialistischen Gewalt-und Willkürherrschaft in Europa unter Strafe stellen, wurde heute bei der Staatsanwaltschaft Hamburg eingereicht.