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14. September 2011 Fraktion HH-Mitte, Stadtteilgruppe St. Pauli

DIE LINKE begrüßt neue Pläne für die Alte Rindermarkthalle; Music Hall auf St. Pauli endgültig vom Tisch?

Nach über 15 Monaten Leerstand ist es offensichtlich der Finanzbehörde, der Sprinkenhof AG und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte nun gelungen, eine Zwischen- beziehungsweise Dauernutzung für die Alte Rindermarkthalle auf St. Pauli vertraglich zu fixieren: Nach einem in 2012 beginnenden Umbau der Halle soll sie ab 2013 zunächst für die Laufzeit von 10 Jahren primär als Einkaufscenter dienen mit Filialen von Edeka (5.900 qm), Aldi (900 qm) und Budnikowsky (780 qm) sowie einer Markthalle im Eingangsbereich auf 3.500 bis 4.000 qm. Dies verkündeten Vertreter der Finanzbehörde, der SpriAG, des Bezirksamts und EDEKAs am 02. September in einer äußerst kurzfristig einberufenen Informationsveranstaltung.

Alle Teilnehmer der Veranstaltung äußerten sich grundsätzlich positiv, auch der Vertreter der LINKEN. DIE LINKE aus Mitte nahm überrascht zur Kenntnis, dass die Information der Sanierungsbeiräte und der Bezirkspolitik zeitgleich am Tag nach der Vertragsunterzeichnung erfolgte. Die Informationspolitik von Seiten der Verwaltung war in der Vergangenheit wesentlich schleppender und teilweise über Dritte (Abendblatt) erfolgt.

DIE LINKE begrüßt den Erhalt der Halle und die Wiederherstellung der Backsteinfassade. Zudem sieht DIE LINKE die Sicherung der Nahversorgung für die umliegenden Viertel, wenn auch später als angekündigt, als vorteilhaft für die St.Paulianerinnen und St.Paulianer an. Die vorhandenen Gewerbebetriebe auf dem Gelände sollen unangetastet bleiben, ebenso die Moschee und die Arztpraxis. Im zweiten Obergeschoss der Halle sollen Räume für kulturelle und soziale Zwecke vermietet werden.

Besonders positiv nimmt DIE LINKE zur Kenntnis dass es (vorerst?) keine Music Hall auf dem Gelände geben soll, vielen Anwohnerinnen und Anwohnern missfiel dieser Plan nach Bekanntwerden im Abendblatt besonders.

Trotz dieser guten Nachrichten bleiben eine Menge Fragen offen, insbesondere was den Übergangscharakter dieser Lösung angeht. DIE LINKE fragt, was mit den Ergebnissen des Gutachterverfahrens geschieht und auf welche Art die Planungen für das gesamte Areal fortgeführt werden sollen. Sie möchte sichergehen, dass die Music Hall endgültig vom Tisch ist. Zudem ist offen, wie die weitere Bürgerbeteiligung aussehen soll. Letztlich stellte sich die Frage, wie die kurzfristige Sicherung der Nahversorgung bis 2013 gesichert werde.

Bei der Veranstaltung gab es darauf keine Antworten.

DIE LINKE wird ihr Fragerecht in Bürgerschaft und Bezirk nutzen, um Licht ins Dunkel zu bringen“, sagt Bernhard Stietz-Leipnitz, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in der Bezirksversammlung Hamburg Mitte.