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16. August 2011 Bürgerschaftsfraktion

„Die Hamburg-WG“ – Ein Ende mit Schrecken?

Nachdem die Hintergründe der „#hh_wg – Die Hamburg WG“ durch zwei Schriftliche Kleine Anfragen (Drs. 20/1166, Drs. 20/1167) der Linksfraktion in der letzten Woche öffentlich gemacht wurden, ist das „Gewinnspiel“ der Hamburg Marketing GmbH in die Kritik geraten.

„Wir begrüßen die Kritik an diesem absurden Gewinnspiel. Allerdings muss man sich klarmachen, dass die Verantwortung für das Projekt bei denen liegt, die nun plötzlich Kritik üben oder einen Ende der Aktion fordern. Der schwarz-grüne Senat ist für die Konzeptentwicklung und der SPD-Senat für die Umsetzung verantwortlich. Es ist und bleibt ein Skandal, dass die Marketingverantwortlichen derartig dreist mit den Perspektiven junger Menschen spielen. Junge Menschen finden in Stadtteilen wie St. Pauli kaum eine bezahlbare Wohnung – das liegt nicht zuletzt an der Aufwertung durch die Hamburger Standortpolitik“, erklärt Norbert Hackbusch, Fachsprecher für Kultur der Fraktion DIE LINKE und Kulturausschussvorsitzender.

Aus den Anfragen von Norbert Hackbusch ging hervor, dass das „Social-Media-Projekt“ Hamburg-WG insgesamt 534.000 Euro kosten soll. Mehr als die Hälfte davon sollen die Steuerzahler mit 279.000 Euro zuschießen. Auftraggeberin dieses „Wettbewerbs“ ist seit dem Jahre 2009 die Hamburg Marketing GmbH.

„Uns interessieren die Antworten auf diverse rechtliche Fragen dieses Projektes nach wie vor. Deshalb reichen wir jetzt zwei weitere Anfragen zur Hamburg-WG ein. Sollte das Projekt tatsächlich gestoppt werden, bleibt die Frage: Wer kommt für die bereits entstandenen Kosten dieses Marketing-Gags auf?“, so Norbert Hackbusch abschließend.