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21. Januar 2013 Pressestelle

Die halbe Welt gehört uns! Frauenpower von links!

Am 16. Januar 2013 hat sich der Landesrat LINKE Frauen (LLF) in Hamburg begründet. Er will die Frauen in der LINKEN motivieren, sich für ihre Interessen einzusetzen. So wird er sich für frauenfreundlichere Strukturen und Arbeitsweisen in der LINKEN und die Umsetzung der feministischen Teile des Erfurter Parteiprogramms einsetzen. Ziel ist es, den Frauenanteil der Partei signifikant zu erhöhen.

Christine Detamble-Voss, Landesvorstandsmitglied, sagt: »Frauen sind vielfach diskriminiert, weil die gesellschaftlich notwendige Arbeit immer noch zu ihren Lasten verteilt ist. Selbst wenn sie beruflich aktiv und erfolgreich sind, erledigen sie den Großteil der reproduktiven Arbeit. Das wirkt sich auch auf das Parteileben aus: Vielen Frauen, gerade jenen mit Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen, fällt es schwerer, Ämter anzunehmen. Sie können sich oft nicht engagieren, weil ihnen die Zeit dazu fehlt, weil sich die Männer dem immer noch weitgehend entziehen, weil Frauen überproportional alleinerziehend sind, weil die Arbeitszeiten oft die Vereinbarkeit von Familie und Ehrenamt unmöglich machen!«

Die neue frauenpolitische Struktur in der Partei DIE LINKE setzt sich auch für die Verwirklichung und Umsetzung des in Erfurt beschlossenen Parteiprogrammes um. Detamble-Voss: »DIE LINKE sieht eine ihrer Wurzeln in den nationalen und internationalen Frauenbewegungen. Der Kampf um Mindestlöhne und einen Acht-Stunden-Tag, der Anfang des 20. Jahrhundert Hunderttausende Frauen mobilisierte, ist immer noch aktuell. Vollzeit arbeitende Frauen haben auch heute keinen Achtstundentag. Und dass sie immer noch ein Drittel weniger verdienen als Männer, ist eine bodenlose Frechheit. Wir brauchen deswegen gesetzliche Mindestlöhne und ein Verbot der Entgeltdiskriminierung. Wir sind für eine drastische Arbeitszeitverkürzung und werden uns dafür stark machen, dass sie wieder auf die Agenda der Gewerkschaften gesetzt wird.«

Einen weiteren Schwerpunkt setzen die Gründerinnen des LLF bei der Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen, auch durch parlamentarische Aktivitäten der Linskfraktion. Kersten Artus, frauenpolitische Sprecherin der Hamburger Bürgerschaftsfraktion sagt: »Gewalt gegen Frauen ist die brutalste Art, wie Männer Macht und Kontrolle ausüben. Wir werden dafür streiten, dass Opferschutz nicht nur eine Politik der Verwaltung von geschlagenen und misshandelten Frauen und Mädchen bedeutet, sondern auch deren Bekämpfung beinhaltet.«

Die Teilnehmerinnen der Gründungsversammlung betonen außerdem die internationale Solidarität. Artus: »Frauen auf der ganzen Welt sind Diskriminierungen ausgesetzt, die in den patriarchalen Fundamenten dieser Gesellschaft verankert sind. Wir kämpfen gegen Zwangsheirat, gegen Genitalbeschneidung. Jede Frau muss außerdem selbst entscheiden können, was sie trägt – auch auf dem Kopf. Wir verurteilen auch die Morde an drei kurdische Aktivistinnen in Paris und trauern mit den Angehörigen und FreundInnen.«