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7. April 2016 Pressestelle, AG Migration und Flucht

"Die Balkanstaaten sind nicht sicher für Roma!"

Zum morgigen Internationalen Romatag, dem 8. April, spricht sich die LAG Migration, Flucht und Antirassismus der Partei DIE LINKE für die Abschaffung von sogenannten sicheren Herkunftsstaaten aus.

"Wir wissen, dass Roma in den westlichen Balkanstaaten von extremer Diskriminierung betroffen sind. Ein selbstbestimmtes Leben in Würde ist für die meisten von ihnen nicht möglich. Während Menschen vom Westbalkan in vielen europäischen Ländern zweistellige Anerkennungsquoten haben, wird ihnen in Deutschland das Recht auf eine umfassende individuelle Prüfung ihrer Fluchtgründe verwehrt. Allein aus Hamburg wurden zwischen September und Dezember des letzten Jahres über hundert Kinder im schulpflichtigen Alter abgeschoben. Ich denke, dass ein großer Teil von ihnen Roma sind. Viele wurden in Deutschland geboren und sind hier aufgewachsen. Diese Politik verwehrt den Romakindern ihr Recht auf ein besseres Leben. Das ist einfach unmenschlich“, so Karin Haas, Sprecherin der LAG Migration.

"Roma wird es in vielen europäischen Gesellschaften besonders schwer gemacht. Verschiedene Studien haben in letzter Zeit einen unverändert hohen Antiziganismus unter Europäern belegt. Die Bundes- und Länderregierungen sind dringend aufgefordert, sich verstärkt für mehr Teilhabe von Roma einzusetzen. Die Aufnahme der Minderheit der Deutschen Sinti in die Schleswig-Holsteinische Landesverfassung könnte dabei ein Wegweiser für den Hamburger Senat sein", fordert Surya Stülpe, Co-Sprecherin der LAG Migration, Flucht und Antirassismus.